D: Gefahrgut-Einsatz nach Stoffaustritt aus Übersee-Container an der Rastanlage Ostetal Süd

SITTENSEN (DEUTSCHLAND): Zu einem Gefahrguteinsatz kam es am Donnerstagnachmittag, 7. Jänner 2021, gegen 13. 40 Uhr auf der Rastanlage Ostetal Süd an der Autobahn 1. Bei einem Sattelzug mit einem Übersee-Container lief eine gefährliche Flüssigkeit aus.

Umgehend rückte neben der Sittenser Feuerwehr die Führungsgruppe des Gefahrgutzuges an. Nach ersten Erkundungsmaßnahmen eines Trupps unter Atemschutz mit Schutzanzug stellten sie fest, dass die Flüssigkeit aus dem unteren Bereich des Containers auslief. Umgehend mussten Auffangwannen aufgestellt werden. Weitere Maßnahmen waren anschließend das Entladen des Containers. Mittels Teleskoplader gelang dieses. Besonders hierbei, die Arbeiten mussten von Einsatzkräften unter Vollschutz mit Chemikalienschutzanzügen durchgeführt werden.

Nach über zwei Stunden waren die Arbeiten abgeschlossen. Glücklicherweise war nur ein Fass beschädigt. Dieses wurde von den Einsatzkräften in ein Überfass gebracht. Somit war ein weiteres Auslaufen ausgeschlossen. Vor dem Eintreffen hatte die Polizei schon richtig reagiert und mit Bindemittel verhindert, dass die Flüssigkeit in die Kanalisation läuft. Die Feuerwehr dichtete vorsorglich die Abläufe der Oberflächenentwässerung ab.

Neben der Sittenser Feuerwehr waren im weiteren Verlauf des Einsatzes die Wehren Tiste, Klein Meckelsen, Groß Meckelsen, Kalbe sowie der Gefahr- und Umweltschutzzug des Landkreises vor Ort. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle. Während des gesamten Einsatzes musste die Rastanlage voll gesperrt werden. Der Verkehr auf der Autobahn 1 war nicht beeinträchtigt.

Nach vier Stunden konnten die Feuerwehren ihren Einsatz beenden. Eine Fachfirma war noch den ganzen Abend mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Meldung der Polizei

Ein Gefahrgutaustritt an der BAB 1, sorgte für einen Großeinsatz der Feuerwehr und Sperrung der Rastanlage Ostetal -Süd- in Fahrtrichtung Hamburg. Der Polizei wurde in den späten Mittagsstunden mitgeteilt, dass aus einem Container, welcher auf einem Lkw verladen war, eine zähflüssige unbekannte Flüssigkeit austreten würde. Dabei handelte es sich nach ersten Erkenntnissen um Gefahrgut, das als umweltgefährdend eingestuft war. Im weiteren Verlauf wurden Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Samtgemeinde Sittensen alarmiert.

In Absprache mit den Einsatzkräften der Feuerwehr wurde die Rastanlage aus Sicherheitsgründen und zum Zwecke der Bergungsmaßnahmen komplett gesperrt. Unter Vollschutz wurde der Container von den Einsatzkräften geöffnet. Dabei wurde festgestellt, dass dieser mit diversen Fässern beladen war. Eines dieser Fässer wies eine Beschädigung auf, aus welchem der Gefahrstoff austrat. Dabei handelte es sich um eine umweltgefährdende Substanz, welche zu Abdichtungszwecken im Baugewerbe genutzt wird. Durch schnelles und umsichtiges Handeln des Fahrers und der Einsatzkräfte vor Ort konnte verhindert werden, dass diese Flüssigkeit in die Oberflächenwasserabführung gelangte.

Eine Gefährdung Unbeteiligter war nach Auskunft der Polizei und der vor Ort anwesenden Fachdiensten zu keiner Zeit gegeben. Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Autobahnpolizei Sittensen davon, dass es beim Beladen des Containers zur Beschädigung eines Fasses gekommen war. Ermittlungen hierzu werden von der Autobahnpolizei Sittensen geführt. Die Sperrung der Rastanlage dauerte wegen der Bergungs- und Reinigungsarbeiten bis in die Abendstunden an.

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