Stmk: Reale Flammen und Rauch bei Atemschutzübung für 16 Wehren im Restaurant Thalersee (Graz-Umgebung, Thal bei Graz)

THAL BEI GRAZ (STMK): Eine mehr als seltene Gelegenheit konnten 16 Feuerwehren der Abschnitte 1 und 6 des Bereichsfeuerwehrverbandes Graz-Umgebung, zur realen Ausbildung ihrer Atemschutzgeräteträger, am Samstag, 27. März 2021 wahrnehmen, auch weil die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gelockert wurden.

Durch den Umbau des Restaurants am beliebten See in der Gemeinde Thal bei Graz wird der Gebäude-Altbestand demnächst abgerissen. Das Objekt befindet sich im Löschgebiet der FF Steinberg-Rohrbach (Gemeinde Hitzendorf, BFVGU A6).

Der Eigentümer, die Holding Graz, genehmigte auf Anfrage von Orts-Atemschutz-Beauftragten Markus Steiner eine Heiß-Feuerwehrübung. Nach der erfreulichen Zusage wurde Bereichsfeuerwehrkommandant Gernot Rieger vom Kommando der FF Steinberg-Rohrbach in Kenntnis gesetzt und in kürzester Zeit eine Abschnitts-Atemschutzübung ausgearbeitet.

Zuerst mussten die Atemschutztrupps ihre Gerätschaften den Richtlinien entsprechend aufnehmen. Mit einem Strahlrohtraining begann der Parcours unter Anleitung eines Instruktors. Anschließend wurde in dem Gebäude, in einem verrauchten Bereich, mit Wärmebildkamera und gefülltem Strahlrohr nach einer vermissten Person (Übungspuppe) gesucht. In einem anderen Teil des Objektes musste ein Brandherd aufgespürt und mit der zuvor geübten Strahlrohrtechnik bekämpft werden.

Mit der sogenannten Solinger-Box überwachten die Gruppenkommandanten die Einsatzdauer und mittels Funkabfrage auch den jeweils niedrigsten Flaschendruck zu bestimmten Zeitpunkten. Eine kurze Reflexion des Ausbilders beendete die Übung des jeweiligen Trupps. Sechs Trainer, von Feuerwehren der zwei Abschnitte, begleiteten abwechselnd die angereisten Trupps bei ihren Einsatzaufgaben.

Neben dem Befüllen der Atemluftflaschen vor Ort mit dem mobilen Atemluftkompressor des Bereichsfeuerwehrverbandes kümmerten sich die Frauen und Männer der FF Steinberg-Rohrbach um die Organisation, wie die Zu- und Abfahrt der Feuerwehren am Parkplatz sowie Material zum Befeuern der Brandstellen im Gebäude usw. Die FF Eisbach-Rein stellte mit einem Tanklöschfahrzeug die Löschwasserversorgung sicher. Das Rote Kreuz entsandte ein Team zur allfälligen medizinischen Versorgung.

Der Bereichs-Atemschutzbeauftragte Markus Untersteiner machte sich ein Bild von der Organisation rund um die Übung und vom Wirken der eingesetzten Trupps. Er freut sich über die „tolle Einhaltung der Covid-Maßnahmen“ und konnte den Einsatzort nach seiner Stipp-Visite auch sichtlich zufrieden verlassen.

Albin Leitner, Abschnitts-Atemschutzbeauftragter im BFVGU Abschnitt 6 und Mitorganisator freut sich über den hohen Ausbildungsstand rund um den Sachbereich Atemschutz, der auch in den Lockdowns nicht verloren gegangen ist.

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