D: Zeitintensiver Einsatz bei Fassadenbrand in Hochhaus in Düsseldorf

DÜSSELDORF (DEUTSCHLAND): Aus bislang ungeklärter Ursache kam es am Mittwochmittag, 9. Juni 2021, zu einem Fassadenbrand an einem Hochhaus in Düsseldorf. Mit zwei Strahlrohren löschte die Feuerwehr den Brand, der sich bis zu drei Meter hinter der Keramikfassade nach oben ausgebreitet hatte. Ein mobilitätseingeschränkter Mann musste aus dem 29. Stockwerk durch die Feuerwehr nach unten gebracht werden, alle anderen Menschen verließen eigenständig das Gebäude und blieben ebenfalls unverletzt. Nach umfangreichen Kontrollen der Fassade sowie des kompletten Hochhauses von innen rückten die letzten Einsatzkräfte nach drei Stunden ab. Die Kriminalpolizei ermittelt die Brandursache.

Über die automatische Brandmeldeanlage erhielt die Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf die Meldung über ein Brandereignis in einem Bürohochhaus in Düsseltal. Ein Haustechniker hatte zuvor Rauch festgestellt und richtigerweise einen Druckknopfmelder betätigt. Hierdurch lief die Brandmeldung automatisch in der Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf auf, ein Evakuierungsalarm warnte die Menschen im Gebäude und diese konnte zügig das Haus verlassen. Als die ersten Feuerwehrleute fünf Minuten später vor Ort waren, war ein Großteil der Mitarbeitenden bereits außerhalb auf dem Sammelplatz des Hochhauses. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte eine Rauchentwicklung im Bereich hinter der Keramikfassade fest, die sich außen bis zum 15. Obergeschoss ausgebreitet hatte. Sofort ließ der Einsatzleiter weitere Feuerwehr- und Rettungsdienstkräfte über die Leitstelle nachalarmieren.

Zeitgleich begann ein Atemschutztrupp damit, die Fassade im Erdgeschoss zu öffnen und mit einem Strahlrohr die Flammen abzulöschen. Über eine Drehleiter fuhr ein weiterer Trupp auf rund 25 Meter hoch und begann von dort mit einem Strahlrohr ebenfalls Löschwasser hinter die Keramikfassade laufen zu lassen, um so die Flammen zu ersticken. Die Maßnahmen zeigten schnell Wirkung, sodass die Rauchentwicklung schon bald nachließ. Die Flammen hatten sich schlussendlich vom Erdgeschoss drei Meter nach oben gefressen. Während die ersten Löschmaßnahmen außerhalb des Gebäudes noch anliefen, unterstützten Einsatzkräfte der Feuerwehr einen mobilitätseingeschränkten Mann beim Verlassen des Gebäudes.

Durch die Auslösung der Brandmeldeanlage fuhren die Aufzüge nicht mehr und nur mithilfe der Einsatzkräfte konnte der Mitarbeiter aus dem 29. Stockwerk mit einem speziellen Feuerwehraufzug nach draußen gebracht werden. Vor dem Gebäude hatten sich bereits alle anderen Mitarbeitenden versammelt, die zwischenzeitlich durch den Rettungsdienst betreut wurden. Es kam kein Mensch zu schaden.

Nachdem das Feuer hinter der Keramikfassade gelöscht war, konnte in enger Abstimmung mit der Haustechnik ein Arbeitskorb vom obersten Stockwerk des
Gebäudes mit zwei Höhenrettern nach unten gelassen werden, um die komplette Fassade auf Glutnester zu kontrollieren. Diese Arbeiten waren sehr zeitintensiv, da die Keramikplatten einzeln von Hand gelöst werden mussten. Dann konnte der Zwischenraum dahinter mit einer Wärmebildkamera überprüft werden. Gleichzeitig kontrollierte ein Stoßtrupp fußläufig die Innenbereiche aller 29 Stockwerke. In beiden Fällen konnten weder Glutnester noch Brandrauch im Gebäude festgestellt werden.

Nach rund drei Stunden waren alle Bereich kontrolliert und die Mitarbeitenden der Firma kehrten zurück in das Gebäude. Der entstandene Sachschaden kann derzeit nicht genauer beziffert werden. Die Ermittlung der Brandursache hat die Kriminalpolizei aufgenommen, die Ursache ist bislang unklar. Rund 65 Feuerwehr- und Rettungsdienstkräfte der Standorte Münsterstraße, Sankt-Franziskusstraße, Behrenstraße, Flughafenstraße, Posener Straße, Hüttenstraße, Frankfurter Straße sowie des Technik- und Kommunikationszuges der Freiwilligen Feuerwehr waren vor Ort im Einsatz.

Gegen 18 Uhr erfolgt durch die Feuerwehr Düsseldorf eine geplante Nachkontrolle der Fassade.

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