D: Erhitzte Batterien sorgen für mehrstündigen Feuerwehreinsatz in Celle

CELLE (DEUTSCHLAND): Am Montagmittag, 14. Juni 2021, um 12:21 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Celle zu einer automatischen Feuermeldung in einen Elektrofachmarkt im Nordwall am Rande der historischen Innenstadt alarmiert.

An der Einsatzstelle wurde zunächst die Brandmeldezentrale durch die Feuerwehr angefahren. Hier wird den Einsatzkräften der genaue Ort der Feuermeldung innerhalb des Objekts angezeigt. Bei der näheren Erkundung stellte die Feuerwehr in einem Technikraum, im Bereich der unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV), eine starke Wärmeentwicklung fest. Mehrere der in Reihe geschalteten Batterien waren deutlich erkennbar verformt und aufgequollen. Ebenfalls waren eine leichte Rauchentwicklung sowie reizende Dämpfe wahrzunehmen. Ein offenes Feuer lag nicht vor.

Zunächst wurde versucht die Batterien abzukühlen. Hierzu wurde der entsprechende Raum mit einer mobilen CO2- Löschanlage abgekühlt. Des Weiteren wurde versucht die Stromversorgung zu unterbrechen. Die Maßnahmen führten jedoch zu keinem Erfolg, so dass die Temperatur der Batterien weiter anstieg und die Gefahr einer ungehinderten Reaktion der Batterien und ggf. ein Zerbersten der Batterien nicht ausgeschlossen werden konnte.

Im weiteren Einsatzverlauf wurde daher zunächst die Fachmeinung örtlicher EDV-Dienstleister mit großen Rechenzentren eingeholt. Außerdem wurde der Chemie- und Strahlenschutzzug und die Dekon-Einheit der Feuerwehr Celle alarmiert. Durch diese wurde vorsorglich eine Dekontaminationschleuse aufgebaut. Außerdem wurde eine Trupp unter Chemikalienschutzanzügen Form 2 bereitgestellt.

Nach Rücksprache mit dem Hersteller der Anlage konnte durch eine Elektrofachkraft der Feuerwehr die Anlage durch ziehen der Hauptsicherung stromlos geschaltet werden. Anschließend wurden die Batterien mit Hilfe eines Elektrolüfters an Ort und Stelle gekühlt. Ein Ausbau durch die Feuerwehr war nicht möglich. Nach den getroffenen Maßnahmen war eine Abkühlung der Batterien zu verzeichnen, so dass die vorbereitenden Maßnahmen der Feuerwehr zurückgebaut werden konnten. Die Kühlung der Batterien wird jedoch noch eine unbestimmte Zeit andauern. Sämtliche Arbeiten im Bereich der USV wurden unter Atemschutz durchgeführt.

Neben den Kräften der Feuerwehr war der Rettungsdienst des Landkreises Celle, der Führungsdienst des Landkreises Celle, die Johanniter Unfallhilfe zur Versorgung mit Getränken, die Polizei Celle und der örtliche Energieversorger im Einsatz.

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