D: Rehe und Kälber in Xanten in Hochwasser eingeschlossen → aufwändige Tierrettungen am Rhein

XANTEN (DEUTSCHLAND): Ein aufwändiger und zeitintensiver Einsatz am Rhein in Xanten-Vynen und Xanten-Wardt begann am Freitagmorgen, 16. Juli 2021, für den Löschzug Xanten-Nord,sowie die Löschgruppe Wardt mit der Meldung “Tier in Wasser” am Rheindamm in Vynen. Ein Spaziergänger hatte eine Gruppe von Rehen im Hochwasser gesichtet und die Feuerwehr alarmiert. Vor Ort bestätigte sich diese Meldung.

Dass sich Rehe im Rheinhochwasser aufhalten und sich dabei recht weit in die Fluten wagen, ist keine Seltenheit. Solange die Tiere gesund und bei Kräften sind, schaffen sie es eigenständig wieder an das Ufer. Wichtig ist, dass sie sich nicht gestört fühlen. Nachdem für die Rehe offensichtlich keine Gefahr bestand, wurden keine weiteren Maßnahmen ergriffen. Somit war dieser Einsatz nach ca. 30 Minuten beendet.

Kurz nachdem die Einsatzstelle verlassen worden war, erfolgte eine erneute Alarmierung mit der Meldung “Rinder mit Kälber vom Hochwasser eingeschlossen” für die Löschgruppe Wardt. Da sich der Löschzug Nord zu diesem Zeitpunkt nur etwa 100 Meter von der neuen Einsatzstelle entfernt befand, fuhr man gemeinsam mit dem Löschzug Xanten-Mitte den neuen Einsatzort an.

Erneut bestätigte sich die Meldung. Eine Gruppe von Rindern mit mehreren Kälbern befand sich in Wardt im Rheinhochwasser. Da das Mehrzweckboot der Löschgruppe Wardt einen zu großen Tiefgang für die überfluteten Rheinwiesen besitzt, wurde die Löschgruppe Lüttingen mit einem kleineren Mehrzweckboot alarmiert.

Die Tiere ließen sich nur schwierig im Wasser kontrollieren und es wurden weitere Tiere im Wasser gesichtet, sodass der Einsatzleiter die Löschgruppe Menzelen der Feuerwehr Alpen mit ihrem Mehrzweckboot nachalarmieren ließ. Mit vereinten Kräften, zwei Booten und viel Geduld gelang es dann nach rund drei Stunden die Tiere unversehrt an Land zu bringen und einzufangen.

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