Stmk: Autobus kollidiert mit Lkw und stürzt über Böschung → 29 Verletzte bei Tiefenbach→ 120 Kräfte im Einsatz

TIEFENBACH (STMK): Bei einer Kollision zwischen einem Reisebus und einem Sattelzug auf der L414, stürzte der Bus Montagvormittag, 27. September 2021, mehrere Meter über eine Böschung und kam auf der Seite zu liegen. Insgesamt 29 Personen wurden teils schwer verletzt. Rund 120 Einsatzkräfte und drei Rettungshubschrauber standen dem zugrundliegenden Polizeibericht im Einsatz.

Kurz nach 10.30 Uhr fuhr ein 56-jähriger Lkw-Lenker aus dem Bezirk Graz-Umgebung mit einem Sattelzug auf der L414 von Stubenberg kommend in Richtung Hartl. Er hatte kurz zuvor Holzfertigteile zugestellt und beabsichtigte mit dem leeren Lkw in Richtung Sebersdorf zu fahren. Kurz vor dem Ortsgebiet Untertiefenbach bremste der 56-Jährige seinen Lkw in einer langgezogenen Rechtskurve ab. Dabei dürfte der leere Sattelaufleger auf der regennassen Fahrbahn ins Rutschen und leicht auf die Gegenfahrbahn geraten sein.

Dort kollidierte er mit der linken Seite des entgegen kommenden Reisebusses aus dem Bezirk Korneuburg/NÖ. Dieser war mit einer Senioren-Reisegruppe (Männer und Frauen im Alter zwischen 61 und 88 Jahren) aus dem Bezirk Hollabrunn/NÖ unterwegs gewesen.

In der Folge kam der mit 29 Personen (inkl. Fahrer) besetzte Bus rechts von der Fahrbahn ab und stürzte einige wenige Meter über eine Wiesenböschung. Dort kam der “50-Sitzer” auf der rechten Fahrzeugseite zu liegen. Insgesamt rund 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Polizei standen in der Folge im Einsatz. Die insgesamt 29 Verletzten (24 leicht, fünf schwer) wurden von den rund 40 anwesenden Rettungskräften und Notärzten des Roten Kreuzes medizinisch erstversorgt und in die Krankenhäuser nach Hartberg, Oberwart, Weiz sowie ins LKH und UKH Graz verbracht. Für den Transport der Schwerverletzten standen auch drei Rettungshubschrauber (C12, C16 und C17) im Einsatz. Der Lkw-Lenker (56) blieb unverletzt. Der niederösterreichische Buslenker (54) dürfte schwere Verletzungen (Brüche) erlitten haben. Ein Teil der Verletzten konnte das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung bereits wieder verlassen.

Rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren Obertiefenbach, Kaindorf und Stubenberg am See sorgten für die Absicherung der Unfallstelle und unterstützten beim Abtransport der Verletzten. Für die Koordination der Einsatzkräften standen vor Ort auch Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Hartberg-Fürstenfeld und des örtlichen Bezirkspolizeikommandos im Einsatz. Die Vermessung der Unfallstelle (Fotogrammmetrie) erfolgte mit Hilfe einer Polizei-Drohne. Hinweise auf eine Alkoholisierung der Fahrzeuglenker konnten nicht erhoben werden.

Die L414 war für die Dauer der Unfallerhebungen für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Bergungsarbeiten dauerten bis in die Abendstunden an.

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