Stmk: Atemschutzleistungsprüfung am 16.10.2021 in Großsteinbach

Die Atemschutzleistungsprüfung in Bronze und Silber, die am 16. Oktober 2021 in der Neuen Mittelschule in Großsteinbach abgehalten wurde, stellte höchste Ansprüche an die Atemschutzträger im Feuerwehrwesen. Zahlreiche Teilnehmer mussten im Stationsbetrieb Wissen, Geschick und Teamgeist unter Beweis stellen.

Atemschutzeinsätze zählen zu den gefährlichsten und vielseitigsten Einsätzen auf dem Gebiete des Feuerwehrwesens. Zwecks Sicherstellung einer guten Vorgehensweise im Ernstfall und einer strukturierten Handhabung dieser besonderen Geräte wurde im Jahr 2004 begonnen, die Atemschutzleistungsprüfung (ASLP) in den Stufen Bronze, Silber und Gold abzuhalten. An der ASLP in Bronze und Silber der Bereichsfeuerwehrverbände Hartberg, Fürstenfeld und Weiz am 16.10.2021 in den Räumlichkeiten der Neuen Mittelschule Großsteinbach (Bereich Fürstenfeld) abgehalten wurde, nahmen insgesamt 40 Trupps aus den Bereichen Fürstenfeld, Hartberg und Weiz teil. 160 Atemschutzträgern stellten sich mit Bravour dieser Herausforderung. Aus dem Bereich Hartberg waren insgesamt 16 Trupps, neun in Bronze und sieben in Silber, vertreten.

Sämtliche COVID-19 Schutzmaßnahmen wurden eingehalten und Überprüfungen betreffend der 3-G-Regel durchgeführt, sodass eine reibungslose Feuerwehrveranstaltung abgewickelt werden konnte. Für die strenge und faire Bewertung der Atemschutztrupps waren, unter der Führung von Bewerbsleiter BI d.F. Ing. Gernot Zeller und Bewerbsleiter-Stellvertreter OBI Karl Feichter, 27 Bewerter (davon 9 aus Hartberg) verantwortlich.

Bewerbsabwicklung im Stationsbetrieb

Die Atemschutzleistungsprüfung selbst wird im Stationsbetrieb durchgeführt. Insgesamt fünf Stationen sind zur Erreichung des Bewerbszieles zu absolvieren. Hauptaugenmerk während der Prüfung wird auf eine möglichst fehlerfreie Arbeitsweise sowohl des einzelnen Bewerbers als auch des gesamten Atemschutztrupps gelegt.

„Die Atemschutzleitungsprüfung ist ein wichtiges Werkzeug, um die gelernten Handgriffe zu perfektionieren, sodass alle Feuerwehrkameraden und -kameradinnen sicher und wohlbehalten wieder von Atemschutzeinsätzen heimkehren können“,  so der Bewerbsleiter.

Zu Beginn bei Station 1 müssen im Rahmen einer „Theoretischen Prüfung“ im Mulitple-Choise-Verfahren Fragen richtig beantwortet werden. Schwerpunkt der darauffolgenden Station 2 liegt in der korrekten „Inbetriebnahme“ der Atemschutzgeräte und in der Berechnung richtiger Rückzugszeiten durch den Gruppenkommandanten.

Zur ersten Einsatzabwicklung kommt es bei Station 3. Eine „Menschenrettung“ aus einem Raum im zweiten Obergeschoß des Brandhauses ist mittels Tragetuch durchzuführen. Es gilt, einen „Dummy“ mit einem Lebensgewicht von ca. 80 kg zu retten.

Der zweite Einsatzauftrag im Zuge der Atemschutzleistungsprüfung wird bei Station 4 abgewickelt.   Die Atemschutztrupps müssen eine Brandbekämpfung durch einen simulierten „Innenangriff“ im zweiten Obergeschoß mittels Hochdruckrohr durchführen.

Zu guter Letzt wird bei Station 5 die „Gerätekunde und Einsatzdokumentation“ durchgeführt. Hauptaugenmerk bei dieser Station liegt in der richtigen Betriebsfertigmachung der Pressluftatmer.

Begehrtes Edelmetall an Trupps überreicht

Nach erfolgreicher Prüfung wurde, um eine Ansammlung von Feuerwehrkameradinnen und Kameraden zu vermeiden, auf eine gesamte Schlusskundgebung verzichtet. Die erworbenen Abzeichen wurden Truppsweise von den anwesenden Bereichsfeuerwehrkommandanten Oberbrandrat Gerald Derkitsch (BFV FF), Landesfeuerwehrrat Thomas Gruber (BFV HB) und Oberbrandrat Johann Maier-Paar (BFV WZ), sowie von deren Stellvertretern den Brandräten Gerhard Engelschall, Johann Hierzer und Thomas Brandl übergeben.

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