D: Abschleppfirma in Flammen → Großbrand in Wenden → Gebäudekomplex brennt nieder

WENDEN (DEUTSCHLAND): In den Nachmittagsstunden des 4. November 2021 war ein Abschleppunternehmen in Wenden Schauplatz eines Großfeuers.
Update: 5. November 2021, 10.20 Uhr

Die ersten Infos der Polizei: Aufgrund eines Großbrands in einer Lagerhalle eines Unternehmens im Industriegebiet „Auf’m Ohl“ sind derzeit Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei im Einsatz.Aufgrund des Brandes und der enormen Rauchentwicklung kommt es aktuell zu Verkehrsstörungen im Bereich der Ortsdurchfahrt Gerlingen. Die Koblenzer Straße ist in Höhe der Einsatzörtlichkeit in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die Örtlichkeit weiträumig zu umfahren.

Auch die Warnapp Nina hat ausgelöst. Gesundheitliche Beeinträchtigungen können nicht ausgeschlossen werden. Personen in dem betroffenen Bereich sollen sich sofort in geschlossene Räume begeben und vorsorglich Fenster und Türen schließen.

Die Feuerwehr ergänzt: Aufgrund des heutigen Großbrandes in Gerlingen und der daraus resultierenden Rauchentwicklung ist es möglich, dass Rußpartikel mitgetragen wurden. Sollten die besagten Rauchpartikel in Vorgärten aufgefunden werden, können diese eigenständig mit Kehrwerkzeug aufgenommen und dem Müll zugeführt werden.

Südwestfalen Magazin informiert: Bei einem Großbrand sind am Donnerstagnachmittag bei der Firma Dietrich in Wenden-Gerlingen eine Werkhalle und mehrere Lkw und Pkw vernichtet worden. Über mehrere Stunden wurde das Feuer durch mehr als 120 Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreis Olpe und dem Siegerland bekämpft.

Im Einsatz waren neben der Polizei auch das THW, das DRK, Rettungsdienst und Energieversorger. Verletzt wurde niemand, die Ortsdurchfahrt war stundenlang gesperrt. Wegen der Rauchsäule wurde die Warnapp Nina ausgelöst, es gab zum Glück in der Luft keine belastbaren Stoffe.

Nachbericht der Feuerwehr per 5. November 2021

Am gestrigen Donnerstag rückte ein Großaufgebot an Feuerwehr um kurz nach 14:00 Uhr in das Industriegebiet “Auf dem Ohl” nach Gerlingen an. In einem dort angesiedelten Industriebetrieb ist es aus bisher ungeklärter Ursache zu einem Brandereignis gekommen. In Folge dessen ist ein kompletter Gebäudekomplex niedergebrannt.

Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle wurde das Stichwort erhöht und umfangreich nachalarmiert. Die massive Rauchentwicklung und der Flammenschein waren von weitem sichtbar. Erste Löschversuche der Mitarbeiter mit handgeführten Feuerlöschern führten nicht zum gewünschten Erfolg. Die rasche Brandausbreitung bereitete auch der Feuerwehr ernsthafte Probleme. Fahrzeuge mussten aufgrund der großen Wärmestrahlung umgesetzt werden. Mehrere Gasflaschen, welche im Betrieb gelagert waren, zerbarsten und stellten eine akute Gefährdung für die eingesetzten Einsatzkräfte dar. Die Feuerwehr konnte einen angrenzenden Gebäudekomplex sowie eine auf dem Gelände befindliche Tankstelle vor der Zerstörung bewahren.

Zeitnah erfolgte seitens der ersten Kräfte ein massiver Außenangriff. Über insgesamt 3 Drehleitern, mehrere Tanklöschfahrzeuge und eingesetzter Atemschutztrupps bekam die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle. Die für diesen Außenangriff benötigte Wassermenge wurde durch ortseigene Kräfte und durch den Wasserförderzug der Feuerwehr Olpe aus dem nahegelegenen Fluss Bigge und dem Hydrantennetz sichergestellt. Aufgrund des massiven Wassereinsatz und des rückfließenden Löschwassers sind im Verlauf des Fluss Bigge, hin zum Stadtgebiet Olpe, prophylaktisch mehrere Ölsperren gesetzt worden.

Vor der kilometerweit sichtbaren Rauchwolke, warnte man über die Sozialen Medien und den vorhandenen Warn-Apps. Mehrere Messfahrzeuge führten während des Einsatzes stetig umfangreiche Messungen innerhalb des Gemeindegebiets und darüber hinaus durch. Eine erhöhte Schadstoffbelastung in der Luft konnte seitens der Spezialkräfte nicht festgestellt werden. Die Koblenzer Straße war zwischen der Autobahnabfahrt Olpe Süd und der Kreuzung Elbener Straße während des Einsatzes bis in die späten Abendstunden voll gesperrt. Da die eingesetzten Kräfte bereits über sechs Stunden im Einsatz waren, forderte die Einsatzleitung für eine Brandwache weitere externe Kräfte an.

Die Feuerwehr war über zehn Stunden, mit ca. 240 Einsatzkräften an der Einsatzstelle. Unterstützung bekam die Feuerwehr der Gemeinde Wenden hierbei durch die Feuerwehren aus Attendorn, Drolshagen, Finnentrop, Lennestadt, Olpe, Kreis Siegen-Wittgenstein, dem Rettungsdienst des Kreises Olpe, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Technischen Hilfswerk, der Polizei Olpe, dem Energieversorger und weiteren zuständigen Behörden.

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