Stmk: Unwetter sorgt für über 20 Feuerwehreinsätze im Bezirk Deutschlandsberg
DEUTSCHLANDSBERG (STMK): Ein kurzes, aber heftiges Unwetter mit schweren Gewittern und Sturmböen hielt am Abend des 31. Mai 2026 die Einsatzkräfte im Bezirk Deutschlandsberg in Atem. Binnen kürzester Zeit mussten 15 Freiwillige Feuerwehren zu zahlreichen Schadenslagen ausrücken.
Die Alarmierungswelle startete um 20.30 Uhr mit einem Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Rassach: In Graschach war ein Baum auf einen Pkw gestürzt. Glücklicherweise blieb es hier bei Sachschaden, Personen wurden nicht verletzt.

In der darauffolgenden knappen Stunde bis 21.22 Uhr spitzte sich die Lage im Bereichsfeuerwehrverband (BFV) Deutschlandsberg drastisch zu:
- 15 Feuerwehren wurden zeitgleich alarmiert.
- Rund 210 Feuerwehrmitglieder rückten ins Unwetter aus.
- 19 Einsätze wurden koordiniert über die Alarmzentrale „Florian Deutschlandsberg“ disponiert. Weitere Schadstellen wurden von den Trupps direkt vor Ort entdeckt und abgearbeitet.
Der Schwerpunkt der Arbeit lag auf dem Freimachen von Verkehrswegen. Zahlreiche Bäume hielten den Sturmböen nicht stand und blockierten Straßen im gesamten Bezirksgebiet. Besonders heftig traf es die Gemeinde St. Martin im Sulmtal, wo der Sturm das Dach eines Wirtschaftsgebäudes teilweise abdeckte.
Auch in St. Pongratzen stürzten Teile eines Baumes auf ein Auto. Hier stand die FF Lateindorf im Einsatz, um die Blockade zu beseitigen. Auch bei diesem Vorfall kamen wie durch ein Wunder keine Personen zu Schaden.

Die extremen Witterungsverhältnisse spiegelten sich auch im Straßenverkehr wider:
- Verkehrsunfall in Rassach: Hier kollidierte ein Motorrad mit einem Pkw. Der Motorradlenker zog sich dabei Verletzungen zu und musste vom Rettungsdienst versorgt werden.
- eCall-Auslöser in Pirkhof: Auf der L667 kam ein Pkw von der Fahrbahn ab. Da das Fahrzeug mit dem automatischen eCall-Notrufsystem ausgestattet war, wurden die Rettungskräfte ohne Verzögerung direkt an den Unfallort alarmiert.
Dank des gewohnt raschen und koordinierten Eingreifens der steirischen Florianis konnten die Hauptverkehrswege binnen kürzester Zeit wieder freigemacht werden. Der Bereichsfeuerwehrverband Deutschlandsberg sprach allen eingesetzten Kräften ein großes Lob für den professionellen Einsatz unter den teils schwierigen Wetterbedingungen aus.
