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Bayern: Unwetter über Ingolstadt fordert am 29. Juni 2026 rund 100 Feuerwehreinsätze

INGOLSTADT (BAYERN): Ein lokal begrenztes, aber äußerst intensives Unwetter hat am Abend des 29. Juni 2026 das Stadtgebiet Ingolstadt getroffen und innerhalb kürzester Zeit für ein hohes Einsatzaufkommen bei den Hilfsorganisationen gesorgt. Zwischen 17:30 Uhr und 06:00 Uhr mussten insgesamt rund 100 unwetterbedingte Einsätze abgearbeitet werden.

Die Schwerpunkte lagen auf vollgelaufenen Kellern und Gebäuden, überfluteten Straßen, umgestürzten Bäumen sowie weiteren sturmbedingten Schäden. Gleichzeitig waren mehrere zeitkritische Einsätze mit hoher Priorität zu bewältigen. Dazu zählten unter anderem ausgelöste Brandmeldeanlagen, Wohnungsöffnungen, eine Brandnachschau, ein Verkehrsunfall mit einem Pkw sowie ein vermeintlicher Wasserrettungseinsatz in der Von-der-Tann-Straße.

Dort war gemeldet worden, dass ein Pkw etwa einen Meter tief im Wasser stand und eine Person das Fahrzeug nicht mehr selbstständig verlassen konnte. Glücklicherweise bestätigte sich die gemeldete Notlage vor Ort nicht in vollem Umfang, sodass der Einsatz ohne Personenschaden beendet werden konnte. Aufgrund der Vielzahl gleichzeitig eingehender Notrufe waren sämtliche Fahrzeuge der Feuerwehr Ingolstadt im Einsatz. Zur Unterstützung wurden außerdem Kräfte des Technischen Hilfswerks sowie der Freiwilligen Feuerwehren aus Kösching, Wettstetten, Gaimersheim, Lenting, Manching und Oberstimm alarmiert.

Insgesamt standen rund 210 Einsatzkräfte im Einsatz, um die zahlreichen Einsatzstellen im Stadtgebiet abzuarbeiten. Die Einsätze dauerten bis in die frühen Morgenstunden an.

Nachfolgend noch ergänzende Informationen der INKB:

Der Regenmesser auf dem Betriebsgelände der Kommunalbetriebe (INKB) in der Hindemithstraße, als Nahe am Zentrum des Regenereignisses, zeigte am gestrigen späten Nachmittag 33,3 Liter je Quadratmeter in einer halben Stunde an. Dies entspricht einer Einordnung des Regenereignisses mit einer Wiederkehrwahrscheinlichkeit von 50 Jahren.

Die Regenmenge floss überwiegend oberflächlich ab. In Einzelfällen kann es zu Rückstau aus dem Kanal gekommen sein. Hier fließt Abwasser aus dem Kanal über ungesicherte Kelleranschlüsse zurück ins Haus.

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