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Oö: Wasser aus der Luft → Versorgungseinsatz hoch über Hinterstoder

HINTERSTODER (OÖ): Ein außergewöhnlicher Versorgungseinsatz beschäftigte die Feuerwehr Hinterstoder gemeinsam mit einem Hubschrauberunternehmen im alpinen Gelände. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit musste dringend benötigtes Wasser per Hubschrauber zum Prielschutzhaus transportiert werden.

Trotz Niederschläge der vergangenen Tage – Meldung stammt vom 10. August 2026 – bleibt die Wassersituation beim Prielschutzhaus angespannt. Die Regenfälle reichten nicht aus, um die Wasserversorgung der bewirtschafteten Schutzhütte ausreichend sicherzustellen. Deshalb musste erneut auf eine aufwendige Versorgung aus der Luft zurückgegriffen werden.

Vorbereitungen begannen bereits am Vortag

Noch bevor der Hubschrauber abhob, waren umfangreiche Vorbereitungsarbeiten notwendig. Bereits am Vortag wurden durch die Feuerwehr acht Behälter mit Wasser gefüllt. Anschließend wurden die gefüllten Behälter mit einem Lkw zum nächstgelegenen geeigneten Landeplatz transportiert und dort für den bevorstehenden Flugbetrieb bereitgestellt.

Damit war ein wesentlicher Teil der benötigten Wassermenge bereits vor Beginn der eigentlichen Transportflüge vor Ort. Während des laufenden Einsatzes wurde weiteres Wasser benötigt. Mit dem Rüstlöschfahrzeug-Tunnel (RLFT 2000)der Feuerwehr Hinterstoder wurden deshalb drei Behälter erneut mit Wasser befüllt.

Zwölf Flüge mit jeweils 800 Litern Wasser

Anschließend begann der eigentliche Lufttransport. Bei insgesamt zwölf Transportflügen nahm der Hubschrauber jeweils einen mit rund 800 Litern Wasser gefüllten Behälter auf und brachte die wertvolle Fracht hinauf zum Prielschutzhaus. Flug für Flug wurde das Wasser vom Landeplatz aufgenommen und zur Schutzhütte gebracht. Für die Einsatzkräfte am Boden bedeutete dies, die Behälter bereitzustellen und für einen reibungslosen Ablauf der Versorgung zu sorgen.

Trockenheit macht neuerlichen Transport notwendig
Dass ein solcher Einsatz überhaupt notwendig wurde, ist auf die anhaltende Trockenheit zurückzuführen. Auch die Niederschläge der vergangenen Tage konnten die Situation nicht ausreichend entschärfen. Gerade bei einer bewirtschafteten Schutzhütte wird während der Wandersaison laufend Wasser benötigt, während die Möglichkeiten zur Versorgung aufgrund der alpinen Lage begrenzt sind. Es war zudem nicht der erste derartige Einsatz in diesem Sommer. Bereits am 30. Juli 2026 musste Wasser per Hubschrauber zum Prielschutzhaus transportiert werden.

Versorgung auf rund 1.420 Metern Seehöhe

Das Prielschutzhaus befindet sich oberhalb von Hinterstoder im Toten Gebirge auf rund 1.420 Metern Seehöhe. Die Schutzhütte liegt südöstlich des Großen Priels und dient zahlreichen Bergsteigern und Wanderern als wichtiger Ausgangs- und Stützpunkt für Touren im Toten Gebirge.

Die alpine Lage macht die Versorgung allerdings zu einer Herausforderung. Größere Mengen an Material und insbesondere mehrere tausend Liter Wasser können nicht kurzfristig über den normalen Zustieg zur Hütte gebracht werden. In Situationen wie dieser ist daher der Transport mit einem Hubschrauber eine wichtige Möglichkeit, die benötigten Mengen innerhalb kurzer Zeit auf den Berg zu bringen.

Am Ende gelangten auf diese Weise rund 9.600 Liter Wasser vom Tal hinauf zum Prielschutzhaus – ein außergewöhnlicher logistischer Einsatz von Feuerwehr und Hubschrauberunternehmen, der aufgrund der anhaltenden Trockenheit innerhalb kurzer Zeit bereits zum zweiten Mal notwendig geworden war.

Fotokerschi.at

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