Nö: 100 Feuerwehrkräfte bei Sperrmüllbrand im Einsatz
ST. PANTALEON (NÖ): Zu einem Großeinsatz der Alarmstufe B3 wurden am Freitagnachmittag, dem 28. August 2026, sechs Freiwillige Feuerwehren nach St. Pantaleon alarmiert. Rund 100 Feuerwehrkräfte kämpften gegen ein Feuer auf einem Betriebsgelände, das durch starken Wind und ein aufziehendes Gewitter zusätzlich angefacht wurde.

Um 13.57 Uhr heulten im Ort die Sirenen. Zunächst zu einem Brand der Stufe B2 alarmiert, erhöhte die Einsatzleitung rasch auf die Alarmstufe B3. In einer Müllmulde eines lokalen Unternehmens war Sperrmüll aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Bereits auf der Anfahrt wies den anrückenden Kräften eine weithin sichtbare, massive Rauchwolke den Weg.
Die Brandbekämpfung wurde unverzüglich über mehrere Löschleitungen, unter schwerem Atemschutz sowie über den Hubsteiger eingeleitet. Den Feuerwehren gelang es zwar zügig, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, das Wetter erschwerte die Löscharbeiten jedoch erheblich: Starke Sturmböen fachten die Flammen immer wieder an, ehe kurz darauf ein Gewitter über die Einsatzstelle zog.

Als besondere Herausforderung erwies sich die Abarbeitung des Glutnests: Teile des betroffenen Objektbereichs mussten aufwendig ausgeräumt werden, um den hartnäckigen Schwellbrand vollständig abzulöschen. Die Einsatzkräfte rechneten damit, die Arbeiten erst gegen Mitternacht mit dem endgültigen Signal „Brand Aus“ abschließen zu können.
Zusätzlich zur Haupteinsatzstelle musste ein Paralleleinsatz bewältigt werden: Der Stall eines landwirtschaftlichen Objektes musste durch die Einsatzkräfte mechanisch entlüftet werden.

Verletzt wurde bei dem stundenlangen Großeinsatz erfreulicherweise niemand. Im Einsatz standen unter der Leitung der FF St. Pantaleon die Freiwilligen Feuerwehren Erla, St. Valentin, Ennsdorf, Haag und Rems sowie das Rote Kreuz Haag zur Beistellung des Sanitätsdienstes.
