Brand

Bayern: Tiefgaragenbrand mit Nullsicht in München

MÜNCHEN (BAYERN): Am Montagabend, 19. Oktober 2026, ist in einer Tiefgarage in der Hanauer Straße in München ein Feuer ausgebrochen. Ein Pkw brannte vollständig aus, weitere Fahrzeuge wurden beschädigt.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand ein Auto bereits in Vollbrand. Aufgrund der starken Rauchentwicklung war die gesamte Tiefgarage verraucht. Zudem drohten die Flammen auf weitere abgestellte Fahrzeuge überzugreifen. Um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern, entschied der Einsatzleiter, die Brandbekämpfung von zwei Seiten aus einzuleiten. Ein Löschangriff erfolgte über die Abfahrtsrampe der Tiefgarage, da von dieser Seite kein weiterer Zugang zum Parkdeck möglich war. Der zweite Angriffsweg führte über das Treppenhaus des angrenzenden Wohngebäudes.

Um eine Rauchausbreitung in dem Haus zu verhindern, wurde der Treppenraum durch Lüftungsmaßnahmen und den Einsatz eines Rauchschutzvorhangs rauchfrei gehalten. So konnte ein möglicher Fluchtweg für die Bewohnerinnen und Bewohner erhalten bleiben. Da das Ausmaß des Brandes aufgrund der starken Verrauchung zunächst nicht eindeutig erkennbar war, gingen im Einsatzverlauf insgesamt vier Stoßtrupps* zur Brandbekämpfung in die Tiefgarage vor – jeweils zwei über beide Zugangswege mit einer ausreichenden Länge an Schlaumaterial, da der Angriffsweg zu diesem Zeitpunkt nicht eindeutig ersichtlich war.

Durch den beidseitigen Löschangriff konnte das Feuer zügig unter Kontrolle gebracht werden und ein Übergreifen der Flammen auf weitere Fahrzeuge wurde verhindert. Die Einsatzkräfte löschten den brennenden Pkw anschließend vollständig ab. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung, die Schadenshöhe liegt nach aktuellen Schätzungen der Polizei im mittleren sechsstelligen Bereich. Die weiteren Ermittlungen führt das zuständige Fachkommissariat der Polizei.

Erläuterung „Stoßtrupp“

* Ein Stoßtrupp der Feuerwehr München besteht aus fünf Atemschutzgeräteträgern*innen, die gemeinsam zur Brandbekämpfung und Erkundung unter schwierigen Bedingungen eingesetzt werden. Durch die personelle Stärke kann der Stoßtrupp auch bei unübersichtlichen Einsatzlagen, wie in einer stark verrauchten Tiefgarage, effektiv vorgehen und auf die jeweiligen Anforderungen reagieren.

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