Einsatzübung im Kindergarten
Hartkirchen (OÖ): ‚Einsatz für die Alarmstufe 1 der Gemeinde Hartkirchen. Brand im Stiegenhaus des Kindergartens‘ so lautete am 04.06.2004 um 09:30 die Übungsalarmierung der Hartkirchner Feuerwehren, welche in regelmäßigen Abständen gemeinsam mit dem Pfarrkindergarten in Hartkirchen durchgeführt werden. Während sich die Feuerwehren auf den Weg machten, schrillte im Kindergarten selbst der Feueralarm.
Aufgabe der Betreuerinnen war es nun die Kinder der 5 Gruppen und sich selbst in Sicherheit zu bringen und beim Sammelplatz, in diesem Fall die nahe gelegene Pfarrkirche, die Vollständigkeit zu überprüfen. Während die Kinder im Erdgeschoss die Räume durch das Fenster verlassen konnten, mussten die Gruppen im Obergeschoss durch ein zweites Stiegenhaus aus dem Gebäude gelangen, da der Hauptaufgang stark vernebelt war.

Als die ersten Einsatzkräfte am Kindergarten angelangten, zeigte sich jedoch, dass dies nicht allen möglich war. Eine Gruppe mit 17 Kindern und einer Betreuerin war in einem Raum im ersten Stock eingeschlossen, zudem waren zwei Kinder aus anderen Gruppen vermisst. Diesen Personen hatten sofort oberste Priorität. Gleich nach Eintreffen rüstete sich ein Rettungstrupp mit schwerem Atemschutz und begab sich auf die Suche nach den Vermissten. Diese konnten auch bald entdeckt und ins Freie geborgen werden.
Ein zweiter Trupp mit schwerem Atemschutz übernahm die Brandbekämpfung und stellte Kontakt zu der noch eingeschlossenen Gruppe her. Diese Personen waren alle wohlauf und konnten in ihren Räumlichkeiten ausharren bis der Fluchtweg soweit rauchfrei war, dass ein gefahrloses Verlassen des Gebäudes möglich war. Als alle Personen in Sicherheit waren wurde ein umfassender Löschangriff mit HD- und zwei C-Rohren gestartet, der auch bald zum Erfolg führte. Die Wasserversorgung war in diesem Fall kein Problem, da das Objekt inmitten von dicht verbautem Gebiet liegt und so auch einige Hydranten in kurzer Entfernung stehen. Schon nach etwa einer Stunde konnte der Übungseinsatz erfolgreich wieder beendet werden. Teilgenommen hatten die FF Haizing, FF Hartkirchen und die FF Hilkering/Hachlham mit etwa 30 Mann.
Als besonderes Hindernis stellte sich bei dieser Übung eine Sicherheitseinrichtung des Kindergartens heraus. So sind nämlich die Fenster zum Schutz der Kleinkinder im ersten Stock versperrt und können nur mittels Schlüssel geöffnet werden. Es wurde jedoch vereinbart, dass diese Schlüssel für Kinder unzugänglich im Eingangsbereich der Räume deponiert werden und es so den Betreuerinnen jederzeit möglich ist, auch diese Fenster zu öffnen. Alles in allem war die Übung ein großer Erfolg und auch vor allem für die Kinder eine aufregende Abwechslung.
