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Feuerwehrtragödie: Aufräumarbeiten nach Feuerwehrunfall verzögern sich

Gretzenbach (Schweiz): Die Aufräumarbeiten bei der Tiefgarage in Gretzenbach im Kanton Solothurn, deren Decke am Samstag nach einem Brand eingestürzt war und sieben Feuerwehrleute unter sich begraben hatte, haben sich am Dienstag verzögert. Zunächst mussten die provisorischen Sicherheitsmassnahmen am untersten von mehreren übereinander liegenden Balkonen eines benachbarten Mehrfamilienhauses verstärkt werden. Die rund 25 bis 30 Mann der für die Räumung verantwortlichen Rettungstruppen der Armee konnten im Verlaufe des Nachmittags beginnen, die Trümmer mit schweren Geräten beiseite zu schaffen. Lokale Baufirmen leisten dabei Unterstützung.

Gleichzeitig wird nach möglichen Ursachen für den Deckeneinsturz gesucht. Die Untersuchungsbehörden, die ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet haben, zogen dafür verschiedene Fachleute bei. Es ist allerdings nicht damit zu rechnen, dass schon bald Ergebnisse vorliegen. Damit soll auch Spekulationen vorgebeugt werden, etwa zur Frage, ob das Dach der Einstellhalle mit zu viel Erde überdeckt worden sei. Das Gewicht des Erdreichs könnte ein Grund für das «Durchstanzen» gewesen sein, wie das Abrutschen der Decke über die Pfeiler in Fachkreisen bezeichnet wird. Es ist bekannt, dass eine Überdeckung von 1 Meter rund 1,8 bis 2,1 Tonnen pro Quadratmeter schwer ist und der Beton selbst 2,5 Tonnen pro Quadratmeter wiegt, eine 40 Zentimeter dicke Decke somit 1 Tonne pro Quadratmeter. Für die erforderlichen Sicherheiten wird das erlaubte Gewicht um einen Faktor von 1,7 bis 1,9 erhöht. Nach Angaben der Bauverantwortlichen unterschied sich die Konstruktion der Tiefgarage in Gretzenbach nicht von anderen, die zur gleichen Zeit ausgeführt worden waren.

Den Angehörigen der sieben Feuerwehrleute, die beim Einsturz der Decke ums Leben kamen, wird von allen Seiten Mut und Kraft gewünscht. Das auf der Homepage des Solothurner kantonalen Feuerwehrverbandes aufgeschaltete Kondolenzbuch verzeichnete am Dienstag bereits 300 Einträge, darunter viele aus den Niederlanden, aus Deutschland, Frankreich und Österreich.

Züricher Zeitung

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