Medien / Fotografen

Iran: Erdbeben fordert mindestens 500 Tote

Iran: Bei einem schweren Erdbeben im Südosten Irans sind am Dienstagmorgen, dem 22.2.2005, vermutlich Hunderte von Opfern gefordert. Die Zahl der Toten variiert je nach Quelle zwischen 190 und mehr als 500.

Das iranische Innenministerium sprach am Dienstagmorgen von mindestens 500 Verletzten, andere Berichte von mehr als 5000. Das Beben überraschte viele Menschen im Schlaf. Besonders betroffen sei die Stadt Sarand in der Provinz Kerman mit rund 130’000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Viele Gebäude seien zerstört worden.

Das Beben gegen 05.55 Uhr Ortszeit hatte eine Stärke von 6,4. Sein Epizentrum lag in der Nähe von Sarand, knapp 60 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt Kerman, wie das Geophysische Institut der Teheraner Universität mitteilte. In derselben Region liegt die Stadt Bam, die im Dezember 2003 bei einem Erdbeben der Stärke 6,6 völlig zerstört wurde. Damals kamen 26’000 Einwohner ums Leben.

Das Fernsehen zeigte Aufnahmen aus einem Dorf, das praktisch dem Erdboden gleich gemacht wurde. Nur einige Lehmziegelwände standen noch. Verzweifelte Bewohner gruben in Trümmern nach Verschütteten. Am schlimmsten betroffen waren die Dörfer Hotkan, Chanuk, Motaharabad und Islamabad. In der Kleinstadt Sarand seien die Krankenhäuser überfüllt, berichtete das Fernsehen. Es könnten keine weiteren Verletzten aufgenommen werden. Benötigt würden vor allem Medikamente, Spritzen und Zelte, sagte der Gouverneur von Sarand.

Züricher Zeitung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert