Nö: LEBIG-System Schuld an sinkender Motivation der Freiwilligen?
Niederösterreich: Die freiwilligen Mitarbeiter bei nö. Rettungsorganisationen sind immer weniger motiviert. Das sagt Klaus Pollak, Sprecher der Nö. Bergretter gegenüber dem ORF.
Er macht unter anderem das Rettungsleitsystem LEBIG für den Motivationsschwund verantwortlich.
Pollak sieht einen deutlichen Motivationsschwund bei den Freiwilligen in nö. Rettungsorganisationen. Aus seiner Sicht trägt das Alarmierungs- und Rettungsleitsystem LEBIG einiges zu diesem Umstand bei, sagt Pollak – wenn er auch anmerkt, dass seine Organisation, die Bergrettung, keine Probleme mit LEBIG habe. „Es wurde die Verantwortung draußen in den Regionen zentralisiert. Man hat den Ehrenamtlichen Kompetenz weggenommen, und das ist für den Ehrenamtlichen ein Problem“, sagt Pollak.
„Jeder der ehrenamtlich etwas tut, will natürlich verantwortlich handeln.“ Und in diesem System seien die Freiwilligen „eher nachgeordnet“ kritisiert er.
Und es laste ein immer stärkerer Druck auf den freiwilligen Helfern. Die Ausbildung werde immer härter. „Die Anforderungen an die Ehrenamtlichen, sprich freiwillig und unentgeltlich arbeitenden Mitarbeiter, werden immer größer“.
Es müsse mehr in die Motivation der Mitarbeiter investiert werden, fordert Pollak. Das müsse zentrale Chefaufgabe werden, damit das System mit rund 120.000 Freiwilligen in Niederösterreich auch weiterhin am Leben erhalten werden könne.
