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Feuer im Frejus-Alpen-Tunnel forderte mindestens zwei Menschenleben

Bei einem Brand im Frejus-Tunnel zwischen Frankreich und Italien sind am 4. Juni 2005 mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer brach gegen 18.00 Uhr etwa in der Mitte des knapp 13 Kilometer langen Tunnels in einem Lkw aus und griff rasch auf andere Fahrzeuge über, wie die Behörden mitteilten.

Ersten Erkenntnissen zufolge war in dem mit Reifen beladenen Lastwagen Treibstoff ausgelaufen und mit dem Motor in Kontakt gekommen.

Bei den beiden Todesopfern handelte es sich um zwei slowenische Lkw-Fahrer. Der Lenker des Unglückswagens konnte sich dagegen retten. Insgesamt erlitten 17 Menschen Rauchvergiftungen, darunter sechs Feuerwehrleute.

Der Rauch war so dicht, dass die Feuerwehrleute nur mit Mühe vorankamen. Die Rettungskräfte waren erst nach vier Stunden, gegen Mitternacht, am Brandherd angekommen. Noch Stunden nach Ausbruch des Feuers hatten sich an den Fahrzeugladungen immer wieder Explosionen entzündet. Auf italienischer Seite konnten sich neun Lkw-Fahrer und die Insassen von 19 Autos, einem Bus und einem Campingwagen in Sicherheit bringen.

Durch den Alpen-Tunnel Frejus läuft ein Großteil des Schwerlastverkehrs in der Region. Zur Entlastung wurde im Jahr 2003 der Mont-Blanc-Tunnel nach fast vierjähriger Sperre für schwere Lastwagen wieder in beide Richtungen geöffnet. Im Mont-Blanc-Tunnel waren am 24. März 1999 bei einer Brandkatastrophe nach einem Lkw-Unfall 39 Menschen ums Leben gekommen.

ORF

Bericht der Züricher Zeitung:
Tote bei Brand im Fréjus-Tunnel
Reifentransporter fängt Feuer

Bei einem Brand im Fréjus-Tunnel zwischen Frankreich und Italien sind am Samstag zwei Personen ums Leben gekommen. Mindestens ein Lastwagen sei in Flammen aufgegangen, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Drei Personen erlitten leichte Rauchvergiftungen. Als Brandursache wird eine technische Panne vermutet.

Italienische Feuerwehrleute fanden nach der Kollision im 13 Kilometer langen Fréjus-Tunnel zuächst einen Toten. Am späteren Samstagabend wurde ein zweites Opfer geborgen. Drei weitere Menschen erlitten laut Ansa leichte Rauchvergiftungen. Nach Angaben der französischen Strassenverkehrswacht wurde Tunnel gesperrt. Die französische Feuerwehr hatte den Brand am Abend unter Kontrolle.

Unfallursache war offenbar eine technische Panne bei einem mit Reifen beladenen Lastwagen. Dieser ging gegen 18.00Uhr im französischen Teil des Tunnels in Flammen auf. Das Feuer griff auf fünf weitere Lastwagen über. Mehrere Fahrzeuge befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Tunnel. Die meisten Insassen konnten sich jedoch retten. Auch am späten Abend noch ereigneten sich mehrere Explosionen, die durch die Ladung eines Lastwagens ausgelöst wurden, wie Ansa weiter meldete.

Beim Toten handelte es sich entgegen ursprünglichen Angaben nicht um einen Italiener. Der Fahrer des Reifen-Transporters habe sich mit anderen Autofahrern aus dem Tunnel retten können, teilten italienische Feuerwehrleute mit. Sie konnte gemäss Ansa wegen der grossen Hitze und dichtem Rauch nicht bis zum Unfallort vordringen. Die Feuerwehrleute stiessen im Tunnel auf zwei verlassene Lkw und ein leeres Auto.

Durch den Fréjus-Tunnel fährt ein Grossteil der schweren Lastwagen in der Region. Zu Entlastung wurde im Jahr 2003 der Mont-Blanc-Tunnel nach fast vierjähriger Sperrung für schwere Lastwagen wieder in beide Richtungen geöffnet. Im Mont-Blanc-Tunnel waren am 24. März 1999 bei einer Brandkatastrophe nach einem Lkw-Unfall 39 Menschen ums Leben gekommen.

Züricher Zeitung

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