Sbg: Salzburger Feuerwehren im Hochwassereinsatz
Salzburg: Seit Montagabend – 15. August 2005 – regnet es vor allem im Norden des Landes Salzburg stark: In der Stadt Salzburg fielen von 17.00 Uhr bis Dienstagvormittag 91 Liter Regen pro Quadratmeter, am Wolfgangsee waren es 95 Liter. Die Feuerwehren sind im Einsatz.
Die Salzach hat nach dem starken Regen gegen 5.00 Uhr früh die Hochwasser-Meldegrenze überschritten. Gegen 10.00 Uhr hatte sie in der Stadt Salzburg nach Auskunft des hydrographischen Dienstes des Landes einen Pegelstand von 6,20 Metern erreicht – zwei Meter höher als üblich. Allerdings ist der Pegel noch deutlich von den 8,20 Metern des Hochwassers 2002 entfernt. Auch Saalach und Lammer steigen kontinuierlich.
In 18 Gemeinden mussten die Feuerwehren ausrücken, um Keller auszupumpen – bisher zum Beispiel in Anthering, Lengfelden, Elsbethen, Ebenau, Henndorf und Seekirchen (Flachgau), Adnet und Puch (Tennengau), Saalbach, Saalfelden (Pinzgau), Werfenweng (Pongau) sowie Lungötz (Lungau). Außerdem musste die Thalgauer Landesstraße zwischen Thalgau und Mondsee gesperrt werden.
In der Stadt Salzburg wurden im Stadtteil Aigen Keller überflutet. Am Aigner Glasbach sowie am Alterbach in Itzling hat die Feuerwehr vorsorglich Sandsäcke aufgeschlichtet.
Allerdings fallen zurzeit pro Stunde etwa sechs bis acht Liter Regen pro Quadratmeter, sagt Josef Haslhofer von der Salzburger Wetterdienststelle. Der Regen soll auch weiter kräftig sein und erst am Mittwoch aufhören. Wenn es auch am Nachmittag heftig weiterregnet, könne es auch an der Salzach ab Golling (Tennengau) zu Überschwemmungen kommen, betont der hydrographische Dienst. Sollte es in kurzer Zeit noch 50 Liter pro Quadratmeter regnen, „wird es zu massiven Pegelhöchstständen kommen“, sagt Harald Huemer vom hydrographischen Dienst.
