Tirol: Riesen-Hochwasserkatastrophe in Landeck
Tirol: Betroffen über das Ausmaß der Zerstörung in seinem Bezirk zeigt sich Landecks Bezirkshauptmann Erwin Kohler: „Es ist eine Riesenkatastrophe.“
„Es ist für uns eine Riesenkatastrophe, wenn man nur den ersten Eindruck vom Schadensausmaß heranzieht. Wir gehen davon aus, dass ist mittlerweile auch vom Leiter der Landesstraßenverwaltung im Oberland bestätigt, dass etwa 30 Prozent der Talstraße schwer beschädigt oder zerstört ist und was dass bedeutet, kann man sich vorstellen. So schnell lässt sich das auch nicht wieder herstellen,“ so Kohler.
Von der Silvrettastraße, die ins Paznauntal führt, fehlt schon im Bereich des Taleinganges ein 300 Meter langes Stück der Straße. Fast alle Brücken über die Trisanna wurden von den Wassermassen mitgerissen und zerstört. Noch dramatischer ist es in den Ortschaften selbst. In Ischgl oder Kappl wurden Gebäude teilweise weggerissen, Fundamente unterspült und Häuser stehen bis in den ersten Stock unter Wasser.
In Pfunds wurden 30 Städte total beschädigt und 250 Menschen evakuiert. In St. Anton haben Muren schwere Beschädigungen verursacht.
Auch die Gemeinde Mils, wo Bezirkshauptmann Erwin Kohler wohnt, ist relativ stark in Mitleidenschaft gezogen worden. „Unser Wohnhaus ist plötzlich mitten im Inn gestanden. Ich bin froh, dass es meiner Frau gut geht, sie hat sich aber rechtzeitig noch in Sicherheit bringen können,“ schildert Kohler. Zurzeit läuft eine Besprechung mit den Einsatzkräften, wo die größten Schäden sind und wo Hilfe am Nötigsten ist.
