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Nö: Weihnachtliche Pony-Rettung in Gießhübl ohne Happy End

Gießhübl (Nö): In der Heiligen Nacht kamen die Helfer aus den Reihen der Feuerwehr Gießhübl einem halb verhungertem Pony zuhilfe! Der Besitzer ließ das Tier bis auf das Skelett abmagern…

Weihnachtseinsatz der Feuerwehr Gießhübl im Bezirk Mödling: In der „Heiligen Nacht“ retten sie ein bis aufs Skelett abgemagertes Pony aus einer Koppel, wo es gewissenlose „Tierhalter“ seinem Schicksal überlassen hatten. Das Tier war bereits so schwach, dass es nicht mehr aufstehen konnte. In einer spektakulären Rettungsaktion befreiten Feuerwehrleute und der Amtstierarzt das hilflose Tier und brachten es in einem Stall unter, wo das Pony nun behandelt wird.

Es war schon dunkel, als am Heiligen Abend der Notruf von Dr. Weiss, Amtstierarzt der Bezirkshauptmannschaft Mödling, bei der Feuerwehr-Bezirksalarmzentrale Mödling eintraf. Er bat um Hilfe der Feuerwehr Gießhübl beim Abtransport eines erbarmungswürdigen, fast verhungerten Ponys, das nicht mehr laufen konnte.

Bereits tagsüber hatten aufmerksame Tierfreunde in einer völlig heruntergekommenen Koppel in Gießhübl bemerkt, dass eines der Tiere am Ende seiner Kräfte war. Auf der Koppel befinden sich mehrere Ponys, die Tiere werden laut Aussagen der Tierfreunde nur äußerst schlecht versorgt und unter skandalösen Zuständen, die sie als tierquälerisch bezeichnen, gehalten. Mit Ponyreiten wird mit den Tieren Geschäft gemacht.

Im Lauf des Tages soll es einen Kontakt zu den Pferdehaltern gegeben haben, wobei von diesen erklärt worden sein soll, sie würden sich um das schwache Tier kümmern. Statt dessen aber lag das Pony am späten Nachmittag völlig apathisch in der total verschmutzen Koppel im Freien. Nun wurde der Amtstierarzt eingeschaltet, der die sofortige Beschlagnahme des erbarmungswürdigen Tieres verfügte.

Nun galt es aber, das Pony aus dem „Tier-KZ“, das sich hinter der Lärmschutzwand der A21 verbirgt, wegzubringen – ein neuer Stall, wo es medizinisch behandelt werden kann, war schon gefunden. Ein schwieriges Unterfangen, denn das nicht mehr gehfähige Tier musste zunächst Dutzende Meter bis zur Straße getragen werden. Eine Kunststoffplane diente als provisorische Trage und der Lieferwagen eines Feuerwehrmannes als Tierrettungsfahrzeug.

Am Zielort angekommen, transportierten die tierfreundlichen Feuerwehrleute das Pony auf gleiche Weise in seinen neuen Stall. Noch im Liegen begann dort das ausgehungerte Tier das angebotene frische Heu zu fressen. Ein niedergelassener Tierarzt aus Perchtoldsdorf wurde verständigt, er übernimmt die weitere Behandlung des Ponys.

Nach Abschluss dieser weihnachtlichen Rettungsaktion konnten die Feuerwehrleute zu ihren Familien zurück kehren, um mit ihnen das Weihnachtsfest zu feiern. Wenig Festliches erwartet hingegen die „Pferdehalter“: der Amtstierarzt leitet gegen sie ein Strafverfahren wegen Tierquälerei ein.

Ein am Einsatz beteiligter Feuerwehrmann: „Man kann nur hoffen, dass diese gewissenlosen Menschen eine saftige Strafe bekommen und dass die Behörde gegen sie ein Tierhalteverbot ausspricht, damit sie in Zukunft keine Tiere mehr halten und quälen können!“

BFK Mödling
FF Gießhübl

UPDATE – HILFE KAM LEIDER ZU SPÄT:
Kein Happy End für den Weihnachtseinsatz der Feuerwehr Gießhübl im Bezirk Mödling: Jenes bis aufs Skelett abgemagerte Pony, das die Feuerwehrleute in der „Heiligen Nacht“ gemeinsam mit dem Amtstierarzt aus einer verwahrlosten Koppel gerettet haben, ist am Nachmittags des Christtags verstorben. Die ganze Nacht über haben sich die Besitzer jener Koppel, wohin das völlig apathische Pony gebracht worden war, rührend um das Tier gekümmert. Anfangs sah es auch so aus, als ob die Bemühungen Erfolg haben würden, denn das Tier begann nach der Befreiung das angebotene Heu gierig zu fressen. Zum Aufstehen aber war es zu schwach. Im Lauf des Christtags verschlechterte sich der Zustand des Tieres dann zusehends, am Nachmittag versagte dann der Kreislauf.

Der behandelnde Tierarzt hat eine Obduktion des Ponys angeordnet, um die genaue Todesursache zu klären und den skandalösen Ernährungszustand des Tieres für das Behördenverfahren einwandfrei zu dokumentieren. Die Freiwillige Feuerwehr Gießhübl musste erneut zum Pony ausrücken – diesmal, um das verendete Tier aus seinem neuen Stall ins Freie zu bringen, wo es zur Obduktion abgeholt wird.
Das Pony gehörte einer Wienerin, die in einer völlig verwahrlosten Koppel noch mehrere andere Ponys in sichtlich schlechtem Zustand hält. Die Frau erwartet nun ein Verfahren. Bei einem Gespräch mit dem Tierarzt am Christtag zeigte sich die Frau völlig uneinsichtig. Sie versorge ihre Tiere gut und füttere sie ausreichend. Das verstorbene Pony sei einfach alt gewesen. Die Beobachtungen sprechen eine andere Sprache: heute fraßen die auf der Koppel verbliebenen Ponys Stroh, das die Frau ansgebracht hatte. Ein deutlicher Hinweis, so der Tierarzt, dass die Pferde großen Hunger haben müssen. Hätten sie Besseres zu fressen, würden sie Stroh jedenfalls verschmähen.

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