Tirol: Dritter Großalarm für Feuerwehren wegen Deponiebrand

Wörgl (Tirol): Innerhalb der letzten zwei Wochen kam es insgesamt viermal zu einem Brand auf der Mülldeponie Riederberg – dreimal davon musste Großalarm gegeben werden.
Nachdem die Feuerwehr Wörgl bereits am Sonntag, den 15.01.06, von 09:00 bis 17:00 Uhr sowie am Dienstag, den 17.01.06, von 11:00 bis 20:00 Uhr der Feuerwehr Bruckhäusl beim Löschen eines Brandes auf der Mülldeponie Riederberg zur Seite stand, musste die FF Wörgl am 27.01.06 erneut zur Deponie ausrücken. Das Feuer brach an derselben Stelle aus, an der man bereits am Sonntag zu kämpfen hatte. Ursache sind vermutlich chemische Prozesse im Inneren des immensen Müllberges.

Die Feuerwehr Bruckhäusl wurde um 13:34 Uhr von der Alarmzentrale Kufstein zum Deponiebrand alarmiert. Nach dem Eintreffen am Einsatzort verschaffte sich Kommandant Josef Poschinger Überblick über die Situation am Müllberg und ihm war klar, dass es auf Grund des akuten Löschwassermangels ohne einen Pendeldienst mit Tankwägen, wie er auch bei den letzten beiden Einsätzen durchgeführt wurde, nicht möglich ist das Feuer unter Kontrolle zu bringen.
Poschinger forderte sofort Tankwägen der Feuerwehren Kirchbichl und Wörgl an.
Die FF Wörgl rückte 2 Minuten nach der Alarmierung um 13:48 Uhr mit TLF 3000, GTLF 12000 und LAST sowie 10 Mann zum Einsatzort aus.

Das GTLF 12000 wurde am Einsatzort als Zwischenspeicher eingesetzt und im Pendelverkehr vom TLF 3000 Wörgl und TLF 4000 Kirchbichl sowie vom TLF 2500 Bruckhäusl befüllt.
Der Müllberg wurde – wie auch bei den beiden anderen Einsätzen – mit einem Bagger Stück für Stück abgetragen und abgelöscht.
Die Löscharbeiten konnten um ca. 23:00 Uhr beendet werden, nachdem die Innentemperatur des Müllberges wieder auf ihren Regelwert von 80°C gesunken war.
Die Feuerwehren Bruckhäusl, Kirchbichl und Wörgl blieben im Gerätehaus Bruckhäusl auf Bereitschaft bis um ca. 00:00 Uhr nach einer Kontrollfahrt endgültig „Brand aus!“ gegeben werden konnte.

