Oö: Teleskopmastbühne bei Brand umgestürzt
Wilhering/Alkoven (Oö): In Relation noch glimpflich endete am Nachmittag des 27. Februar 2006 der Umsturz einer Teleskopmastbühne während eines Bauernhausbrandes in Wilhering. Eine unterirdische Quelle spülte das Erdreich weg…
Erstbericht: Die Feuerwehr Alkoven wurde am Nachmittag des 27. Februar 2006 zu einem Assistenzeinsatz in die Gemeinde Wilhering alarmiert. Die örtliche Einsatzleitung ließ beim Brand eines Bauernhofes Alarmstufe II auslösen. Die Alkovener sowie die Leondinger Einsatzkräfte brachten dabei vor Ort ihre Hubrettungsgeräte in Stellung, um den Brand gezielt von oben bekämpfen zu können.

Nachdem sich die Maschinisten der Alkovener TMB über die Festigkeit des Bodens überzeugten, diesen für die Stützen auch freischaufelten, wurde das Gerät aufgestellt. Zwei Atemschutzgeräteträger stiegen in den Korb und führten bereits ca. 15 Minuten die Brandbekämpfung von oben her durch. Nachdem dem Korbmaschinisten plötzlich der Druckverlust auf der vorderen Stütze (rechts) angezeigt wurde, wollte er unverzüglich eine entlastende Bewegung (Einfahren) durchführen, was ihm jedoch verweigert wurde. So übergab er die Order an den Maschinisten am Hauptbedienstand. Jedoch konnte auch er keine Bewegung mehr durchführen, als sich das Fahrzeug langsam zu Neigen begann und wie in Zeitlupe umstürzte.

Alle Beteiligten kamen glücklicherweise unverletzt davon. Im Zuge einer aufwändigen Bergung in Zusammenarbeit Kranfahrzeug BF Linz / Kranfahrzeug Alkoven sowie den anwesenden Feuerwehrleuten wurde das Hubrettungsgerät in Millimeterarbeit bis in die Abendstunden wieder aufgerichtet.

Die Ursache: Am 28.2.2006 wurde der Stützteller ausgebaggert, der sich noch in der Erde befunden hat. Dabei stieß man auf einen in rund einem Meter tief gelegenen, unterirdischen Bach bzw. eine Quelle… Das Wasser dürfte die Erde unterhalb der Stütze ausgeschwemmt haben, was in der Folge zum Einbruch der Stütze sowie zum Umsturz des Fahrzeuges geführt hat.
Um Gerüchten und Spekulationen vorzubeugen, wurde beschlossen, die für jede Feuerwehr unangenehme Thematik nicht zu verschleiern. Ein Detailbericht wird voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar sein.

