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Frankreich: Fünf Tote bei Brand in Billigunterkunft

Roubaix bei Lille (Frankreich): Erneut hat ein Brand in einer französischen Billigunterkunft für Ausländer und sozial Schwache Menschenleben gefordert. Fünf Personen starben am frühen Sonntagmorgen, 20. August 2006, in Roubaix bei Lille in einem in Flammen stehenden Haus, darunter ein Kind. Der Besitzer ist in Polizeigewahrsam.

Zehn der insgesamt rund 20 Bewohner kleiner Zimmer in dem umgebauten früheren Café wurden verletzt, zwei von ihren schwer. Die Ursache des Feuers in dem Haus mit 14 möblierten Zimmern in Roubaix war zunächst noch unklar, berichtete die Feuerwehr. Sie war mit etwa 40 Mann am Brandort und brachte den Brand nach mehreren Stunden unter Kontrolle.
Im vergangenen Jahr hatten zwei Grossbrände in Pariser Billighotels für überwiegend afrikanische Einwanderer insgesamt 37 Opfer gefordert und eine heftige Diskussion über die Unterbringung sozial schwacher Menschen in unsicheren Unterkünften ausgelöst.

Zweiter Brand im selben Haus: Bereits im April war in dem zweistöckigen, von Bewohnern als heruntergekommen beschriebenen Haus in einem Problemviertel ein Feuer ausgebrochen. Im Haus habe es weder einen Notausgang noch einen Feuerwehrlöscher gegeben, sagte einer der geretteten Bewohner. Das Feuer ging nach den ersten Erkenntnissen vom Erdgeschoss aus. Die Verletzten werden in den Spitälern von Lille und Roubaix behandelt. Umgekommen sind drei Frauen, ein Mann und ein Mädchen.

Neue Züricher Zeitung

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