Schweiz: Brand eines Sattelschleppers in Tunnel auf der San-Bernardino-Achse
Schweiz: Die San-Bernardino-Achse ist am Dienstagmorgen, 21. November 2006, nach dem Brand eines Sattelschleppers im dreispurigen Crapteig-Tunnel der A13 bei Thusis gut vier Stunden für den Schwerverkehr gesperrt worden. Verletzt wurde beim Brand niemand.
Die San-Bernardino-Route wurde kurz vor Mittag wieder für sämtlichen Verkehr in beide Richtungen freigegeben, wie die Bündner Kantonspolizei mitteilte. Die Polizei warnte vor Behinderungen. Der 2,2 Kilometer lange Crapteig-Tunnel bleibt vorerst gesperrt. In Richtung Süden wird der Verkehr deshalb zwischen Thusis-Süd und dem Süd-Portal des Crapteig-Tunnels auf die Kantonsstrasse umgeleitet. Richtung Norden wird er zwischen dem Anschluss Zillis und Thusis über die Kantonsstrasse geführt.
Der mit Holzplatten beladene Sattelschlepper mit deutschen Kontrollschildern hatte um 6 Uhr im Tunnel Feuer gefangen. Nach ersten Erkenntnissen hatten technische Probleme den Brand ausgelöst. Die Feuerwehr Thusis konnte die Flammen rasch löschen. Verletzt wurde niemand. Der Chauffeur konnte sich retten.
Das Bündner Tiefbauamt klärt die Schäden am Tunnel ab. Beim Crapteig-Tunnel handelt es sich um den ersten dreispurigen Strassentunnel in Graubünden. Er wurde vor zehn Jahren eröffnet, ein Fluchtstollen wurde nicht eingebaut.
Der Brand im Crapteig-Tunnel weckt Erinnerungen an den 16. September, als im weiter südlich gelegenen Viamala-Tunnel der A13 bei einem Brandinferno neun Menschen ums Leben kamen. Den schwersten Unfall in der Geschichte des Bündner Strassenverkehrs hatte ein Zusammenstoss zwischen einem Reisecar aus dem Tessin und einem Auto ausgelöst. Der Viamala-Tunnel war nach dem Unfall zwecks Reparatur der Schäden für rund eine Woche geschlossen.
