Wien: Problemlose Übung im Kaisermühlentunnel
Wien: Ein schwerer Unfall im Kaisermühlentunnel, dazu ein Stromausfall: Eine routinemäßige Katastrophenübung der Rettungsorganisationen am Abend des 19. November 2007 verlief ohne Probleme.
Ein schweres Busunglück im Kaisermühlentunnel, in dessen Folge sich acht Auffahrunfälle ereigneten. Rund 50 Personen wurden verletzt, viele von ihnen eingeklemmt. Dazu kam ein Zusammenbruch der Stromversorgung im Tunnel. So lautete das Übungsszenario in der Nacht auf Dienstag.
Bei einer alle vier Jahre durchzuführenden Übung probten Feuerwehr, Polizei, Samariter Bund, Rotes Kreuz und Rettung sowie Krisenintervention der Stadt Wien das Zusammenspiel, insbesondere die Kommunikation. Rund 300 Personen waren an der Übung beteiligt.
Lichtausfall und Kommunikation: Die besondere Herausforderung der Übung bestand darin, dass mit mobilen Beleuchtungsgeräten gearbeitet werden musste. Geprobt wurde zudem die Unfallmeldung durch die im Tunnel vorhandenen Notruftelefone und die Meldung per Handy.
Feuerwehr und ASFINAG waren nach der Übung zufrieden. Für die Feuerwehr verlief alles „weitgehend ohne Komplikationen“. Dagmar Jäger, Tunnelmanagerin der ASFINAG: „Der Rettungsablauf hat sehr gut funktioniert und verlief dank des vorbildlichen Einsatzes aller beteiligten Organisationen sehr ruhig und äußerst professionell.“
Bei Unfällen in Tunnels ist es laut Jäger besonders wichtig, dass die Autofahrer richtig reagieren. Notrufe sollten nicht per Handy abgesetzt werden, das dauere einfach zu lange und koste unter Umständen Menschenleben.
Stattdessen sollen Autofahrer bei einem Unfall im Tunnel sofort die Warnblinkanlage einschalten, das Fahrzeug verlassen und den Schlüssel stecken lassen und den Unfall über eine Notrufsäule melden.
Sobald eine Notrufsäule aktiviert wird, schalten die Tunnelampeln auf gelb blinkend, die Verkehrszeichen zeigen eine niedrigere Geschwindigkeit an und der Unfallort wird automatisch der Überwachungszentrale gemeldet.
