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Salzburger Bürgermeister: Braucht jeder Ort neuestes Feuerwehrauto?

Salzburg: Am Sonntag, 4. Mai 2008, feiern die Feuerwehren ihren Patron, den Heiligen Florian – ein Anlass, um neue Feuerwehrautos zu übergeben. Doch werden auch Zweifel laut, ob wirklich jede Gemeinde regelmäßig ein neues, teures Fahrzeug anschaffen muss.

Großinvestition raubt Handlungsfreiheit: Ein Beispiel ist Anthering im Flachgau: Dort wurde am Sonntag das 320.000 Euro teure neue Rüstlöschfahrzeug der Feuerwehr übergeben. 320.000 Euro sind für eine kleine Gemeinde wie Anthering mit 3,5 Millionen Euro Gesamtbudget ein großer Brocken, der der Gemeinde beinahe jede finanzielle Handlungsfreiheit raubt. Zwar kommen 90.000 Euro für das neue Fahrzeug vom Landesfeuerwehrverband und 10.000 Euro wurden aus dem Verkauf des alten Autos erlöst – allerdings bleiben für den Ort noch 220.000 Euro zu finanzierende Ausgabe.

„Über Richtlinien zur Ausstattung nachdenken“: Der Anthering Bürgermeister Johann Mühlbacher (ÖVP) stellt daher in Frage, ob tatsächlich jede Gemeinde alle 25 Jahre ein neues Fahrzeug dieser Art anschaffen muss.
„Ich bin der Meinung, dass man beim Landesfeuerwehrkommando oder in den Bundesländern insgesamt darüber nachdenken muss, dass man diese Richtlinien und Verordnungen über die Mindestausstattung der Feuerwehren überdenken muss – ob es in der Form sinnvoll ist, dass jede Gemeinde in derart großer Art und Weise vorsorgen muss mit dem Ankauf von Feuerwehrfahrzeugen“, sagt Mühlbacher.

Fahrzeuge mit Nachbarort teilen?: Konkret kann sich Antheringer Ortschef vorstellen, Fahrzeuge mit den Nachbargemeinden Bergheim und Oberndorf zu teilen und sogar Investitionen grenzüberschreitend mit Laufen in Bayern abzustimmen. „Es könnte durchaus sinnvoll sein, eine größere Leiter, eine kleinere Leiter in Oberndorf, in Laufen zu stationieren und nicht gleich große Leitern in Oberndorf und in Laufen anschaffen zu müssen“, sagt Mühlbacher.

Millionen würden frei für andere Aufgaben: Bei der Umsetzung derartiger Vorschläge würden nicht nur in Salzburg, sondern in ganz Österreich viel mehr als nur ein paar Millionen Euro für andere Gemeindeaufgaben frei.

ORF Salzburg

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