Nö: Fluten einer Unterführung für Pumpentests der Stadtgemeinde
St. Valentin (Nö): Nach einigen heftigen Regengüssen der vergangenen Jahren hat die Stadtgemeinde St. Valentin beschlossen, in die Sohle der Unterführung in Langenhart zwei Hochleistungspumpen einzubauen, welche im Falle einer erneuten Überflutung derselben diese automatisch auspumpen können.
Im Zuge des Baus dieser Pumpanlage haben die Feuerwehr St. Valentin von der Stadtgemeinde St. Valentin ein 60 kVA Stromaggregat zum Betreiben dieser Pumpen bei einem Stromausfall erhalten. Beides zusammen wurde bisher noch nicht getestet. Schließlich will man nicht unbedingt auf einen Regenschauer warten, um zu testen.

Nach Einholung einer Bewilligung durch die Bezirkshauptmannschaft Amstetten, wurde extra für diese Übung die Unterführung von/nach Langenhart für den gesamten Verkehr gesperrt. So mancher St. Valentiner Bürger mussten dafür größere Umleitungen in Kauf nehmen. Auch traf diese Sperre auf so manchen Unmut von diensthabenden Ärzten/Innen, doch leider musste die Feuerwehr auch diesen den Weg durch die Unterführung untersagen, da sie oft Götter in Weiß genannt werden, dennoch aber nicht über das Wasser laufen können ….

Nachdem bereits in den frühen Nachmittagsstunden der Erlabach mittels speziell neu entwickelter Kunststoffbachsperren in Zusammenarbeit mit der Fa. Europlan und Fa. Rosenbauer aufgestaut wurde, konnte um exakt 17.00 Uhr des 8. November 2008 durch den Einsatzleiter die Straßensperre vollzogen werden. Insgesamt wurden 6 Tragkraftspritzen in Stellung gebracht, was einer theoretischen Leistung von zusammen etwa 6.000 l/min ergibt. Um diese Leistung auch vom Bach zu erhalten, wurde durch Mitarbeiter des städtischen Wirtschaftshofes das Wehr in Kirchdorf auf Maximalleistung umgestellt.

Dank eines einzigartigen Powermoon-Beleuchtungssystem, das die Firma Rosenbauer, vertreten durch Herrn Martin Rinner, unentgeltlich zur Verfügung stellte, konnte die gesamte Saugstelle und deren Umfeld bestens – in Tageslichtqualität – ausgeleuchtet werden. Doch bereits nach wenigen Minuten mussten die Verantwortlichen erkennen, dass all das Pumpen der Feuerwehren für ziemlich sinnlos empfunden werden kann, da alles Wasser wieder durch Schächte in den Kanal eingesogen wird. Nach kurzer Ursachenforschung wurde herausgefunden, dass ein Plattenschieber beim Saugschacht der nicht schließt. Nachdem dieses Problem nicht unmittelbar gelöst werden konnte, wurde von der Feuerwehr Stadt St. Valentin in den Hauptkanal ein Kanaldichtkissen gesetzt, um diesen abzudichten. Nach dieser rund 1 Stunden Verzögerung kam schließlich erneut der Befehl „Alle Pumpen Wasser Marsch“. Nach rund einer Stunde Pumparbeit war die gesamte Unterführung dann rund einen Meter unter Wasser.
Unter der gestrengen Aufsicht von Vize-Bgm. Wimmer Wilhelm und zahlreichen Mitarbeitern der Stadtgemeinde, sowie Bauhofleiter i.R. Draxler Johann und Ing. Kovacs Eugen wurde dann um 19.30 Uhr das Stromaggregat gestartet und die Hochleistungspumpen in Gang gesetzt. Innerhalb von rund 12 Minuten war das gesamte Wasser wieder aus der Unterführung abgesaugt und zurück in den Erlabach geleitet.
Nachdem alle Pumpen wieder in den Fahrzeugen verstaut, alle Schläuche zusammengerollt, die Beleuchtung und die Bachsperre abgebaut wurden, konnte die Unterführung um 19.55 Uhr wieder für den Verkehr frei gegeben werden.
