Bgld: 400 Feuerwehrmitglieder an Weiterbildungslehrgang im Güssing
Güssing (Bgld): Am 10. Jänner 2009 fand im Kulturzentrum in Güssing der 74. Weiterbildungslehrgang für die Feuerwehrkommandanten, Feuerwehrkommandanten-Stellvertreter und Funktionäre aus den Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf statt,…
… an der die 400 Kommandanten und Funktionäre der 183 Orts-, Stadt- und Betriebsfeuerwehren der südlichen Bezirke und die Funktionäre der Bezirksfeuerkommanden teilgenommen haben.
Ziel dieser jährlichen Veranstaltung ist die Koordinierung der Arbeit auf Landesfeuerwehrverbandsebene und die Weitergabe aktueller Informationen betreffend die Einsatz- und Ausbildungstätigkeit der Feuerwehr und Neuerungen auf Ausrüstungs- und Ausbildungsebene.
In seinem Eröffnungsreferat nahm Landesfeuerwehrkommandant Ing. Manfred Seidl Bezug auf die Organisation und personelle Besetzung des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes und erläuterte die Aufgaben der burgenländischen Delegierten in den verschiedenen Gremien des Dachverbandes. Weiters referierte er zu aktuellen Themen aus dem Landesfeuerwehrverband Burgenland. „Dem Landesfeuerwehrverband Burgenland gehören zur Zeit 319 Freiwillige Orts- bzw. Stadtfeuerwehren und 7 Betriebsfeuerwehren mit 16.500 Feuerwehrmitgliedern an. 1.500 Jugendliche sind Mitglied bei der Feuerwehrjugend. Verglichen mit dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 3 %“, so LBD Ing. Seidl.

Landesfeuerwehrreferent LHStv. Mag. Franz Steindl referierte in seinem vielbeachteten „Referat“ zum Thema „Die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gesellschaft“. Freiwilligkeit und Ehrenamt haben in Österreich einen großen Stellenwert und stellen einen unverzichtbaren Bestandteil aller Gesellschaften und der Wirtschaft dar. Die hohe Lebensqualität wird dabei vom freiwilligen und unentgeltlichen Einsatz in der Nachbarschaftshilfe, in sozialen und pflegerischen Diensten bis hin zur Katastrophenhilfe wesentlich mitbestimmt. „Einen besonderen Teil an Freiwilligenarbeit leisten dabei auch die burgenländischen Feuerwehren, die jährlich zu rund 6.000 Feuerwehreinsätzen ausrücken. So haben die bgld. Feuerwehren im Jahr 2008 154 Personen aus lebensbedrohlichen Zwangslagen befreit und Sachschäden in zweistelliger Millionenhöhe verhindert“, führte LH-Stv. Mag. Steindl aus.
HBI Ing. Richard Prunner referierte über die Landessicherheitszentrale Burgenland und die neuen Alarmierungsordnungen für die burgenländischen Feuerwehren nach der Inbetriebnahme der Landessicherheitszentrale.
„Nachrichtenmittel der Burgenländischen Feuerwehren“ (analoger und digitaler Feuerwehrfunk) war Thema des Referates von Ing. Michael Hauser.
Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Mag. Rudolf Ferscha erläuterte die „Ausbildungsprüfung Löscheinsatz – Stufe 2“. Die Ausbildungsprüfung wird ab 2009 in allen Bezirken durchgeführt.
Landesfeuerwehrkommandantstv. Ing. Alois Kögl erläuterte die aktuellen Dienstanweisungen und die neuen Fördersätze für Feuerwehrhäuser und Einsatzfahrzeuge.
Die Österreichische Industriebaurichtlinie (OIB-Richtlinie) und die Auswirkungen auf das Feuerwehrwesen im Burgenland stellte der Leiter der Brandverhütungsstelle im Landesfeuerwehrverband Burgenland, ABI Ing. Martin Mittnecker vor.
Mit der Vorstellung der Schwerpunkte des Arbeitsjahres 2009 durch Landesfeuerwehrkommandant Ing. Manfred Seidl endete der Weiterbildungslehrgang im Kulturzentrum in Güssing.
