Deutschland: Brennender Mann im Gleisbett in Hannover
Hannover (Deutschland): Die Feuerwehr in Hannover musste in der Nacht zum Freitag, 29. Mai 2009, einen brennenden Mann im Gleisbett des Bahnhofs im Stadtteil Kleefeld retten. Der etwa 35 bis 40 Jahre alter Mann war an der S-Bahnstrecke Hannover – Lehrte vermutlich auf einen Oberleitungsmast geklettert, wie die Feuerwehr mitteilte.
Die Oberleitung der Bahn steht unter einer Spannung von 15 000 Volt. Bei dem Opfer sind bis zu 70 Prozent der Körperoberfläche verbrannt. Der Mann wurde in das Zentrum für Schwerbrandverletzte der Medizinischen Hochschule Hannover gebracht. Die S-Bahnstrecke musste mehrere Stunden gesperrt werden.
Warum der Mann auf den Oberleitungsmast geklettert war und ob er direkt mit der 15 000 Volt führenden Oberleitung in Berührung kam, oder von einem Spannungsüberschlag getroffen wurde, ist nach Feuerwehrangaben bisher nicht bekannt. Bei einer Annäherung auf wenige Meter kann es zu einem ungewollten Spannungsüberschlag kommen, in dessen Verlauf ein Lichtbogen entsteht. Dieser Spannungsüberschlag kann auch an Bauteilen entstehen, die einen Kontakt zur Oberleitung haben. Von allen spannungsführenden Teilen muss mindestens ein Abstand von 1,5 Meter eingehalten werden.
