Deutschland: Flammen schlugen 15 Meter hoch
Witten (Deutschland): Stadtalarm in der Nacht zu Donnerstag, 11. November 2010: Sämtliche Rettungskräfte und 25 Rettungswagen aus umliegenden Städten rückten zu einem Großbrand an der Fischenbergstraße aus.
Die Flammen schlugen bis zu 15 Meter hoch, bedrohten Menschen und die Gebäude. Aus den Häusern wurden 27 Menschen evakuiert. Zur Brandursache gibt es erste Anhaltspunkte.
Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Als die Feuerwehr gegen 0.45 Uhr eintraf, sah sie sich nach eigenem Bericht „geradezu mit einem Flammenmeer“ im Gartenbereich zwischen mehreren Mehrfamilienhäusern konfrontiert. Anwohner hatten bereits versucht, brennende Anbauten und Bäume mit einem Gartenschlauch zu löschen und sich dabei in große Gefahr begeben. Die Flammen schugen bis zu 15 Meter hoch, der Rauch war immens. Das Gründstück ist sehr verwinkelt und schwer zugänglich. So war für die Feuwehr angesichts des Flammenmeers zunächst lange nicht klar, ob die Flammen bereits auf die Wohnhäuser übergegriffen hatten.
Da sie im Ernstfall von zahlreichen Verletzten ausgehen musste, wurden sämtliche Wittener Löschzüge alarmiert und auch für den Rettungsdienst Großalarm ausgerufen. So rückten rund 25 Rettungswagen aus dem ganzen Ennepe-Ruhr Kreis, Hagen und Bochum nach Witten aus. Zeitweise waren 322 Rettungskräfte gleichzeitig vor Ort.
Zwei Verletzte
Glücklicherweise wurden letztlich nur zwei Menschen – ein Anwohner, der beim Fluchtversuch umknickte, sowie ein Feuerwehrmann – verletzt. Die umliegenden Wohnhäuser wurden evakuiert. Rettungskräfte versorgten 27 Anwohner, die vorübergehend in einem Bus der Bogestra untergebracht wurden. Die B235 war für die gesamte Einsatzsauer gesperrt.
Nach knapp zwei Stunden hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Die Wohngebäude wurden zum Teil beschädigt, konnten aber gerettet werden.
Eine Brandwache der Feuerwehr ist immer noch vor Ort. Die Kripo ermittelt hinsichtlich der Brandursache.
