Technisch

Nö: Totalsperre der A2 in Fahrtrichtung Wien nach Lkw-Unfall

Wiener Neudorf (Nö): Am 20. Dezember 2010 ereignete sich auf der Autobahn A2 bei Wr. Neudorf ein folgenschwerer Verkehrsunfall mit einem Lkw und mehreren Pkws.

Ein Sattelzug, beladen mit Holzhackschnitzel, war Richtung Wien unterwegs, als es aus ungeklärter Ursache zu einem Zusammenstoß mit einem Pkw kam.

Der Fahrer des Lkws dürfte daraufhin die Kontrolle über das tonnenschwere Fahrzeug verloren haben, sodass der Lkw kurz darauf umkippte und über die Autobahn schlitterte. Dabei wurde noch ein weiterer Pkw touchiert und schwer beschädigt.

Nach den ersten Anzeigen war der genaue Einsatzort nicht klar, daher alarmierte die Bezirksalarmzentrale die Freiwillige Feuerwehr Vösendorf auf die Autobahn in Fahrtrichtung Graz. Es musste davon ausgegangen werden, dass mehrere Personen eingeklemmt oder sogar unter dem Lkw begraben waren. Wenig später wurde dann auch die FF Wiener Neudorf auf die Autobahn in Fahrtrichtung Wien alarmiert.

Weil die Unfallfahrzeuge alle Fahrstreifen der Autobahn blockierten, bildete sich binnen Minuten ein enormer Stau. Aufgrund rücksichtsloser Autofahrer war es den Einsatzkräften von Rettung und Feuerwehr kaum möglich den Einsatzort zu erreichen. Einige Pkws blockierten den Pannenstreifen, sodass die Einsatzfahrzeuge sogar zum Stillstand kamen.

Gerade bei Einsätzen mit Schwerverletzten und eingeklemmten Personen, ist ein derartiges Verhalten solcher Personen grob fahrlässig.
Es wurden bei diesem Unfall sämtliche Fahrzeuglenker die zufahrende Einsatzfahrzeuge bei der Anfahrt am Pannenstreifen blockierten durch die Polizei angezeigt.

Das Vorausfahrzeug der FF Wiener Neudorf hielt bei dem ersten Unfallfahrzeug an und leistete sofort Erste Hilfe. Gemeinsam mit dem Eintreffen der Einsatzkräfte der FF Vösendorf, landete auch der Christopherus Hubschrauber auf der Autobahn. Das Vorausfahrzeug der FF Vösendorf fuhr einige hundert Meter weiter zu dem ungekippten Lkw und dem zweiten Unfallfahrzeug.

Wie durch ein Wunder wurde nur der Fahrer des ersten Pkws leicht verletzt jedoch zur Sicherheit aber mit dem Hubschrauber ins Spital geflogen. Die Beifahrerin und der Fahrer des zweiten Pkws sowie des Lkws blieben völlig unverletzt.

Nachdem alle Unfallbeteiligten erstversorgt waren, wurde mit den langwierigen Aufräumarbeiten begonnen. Zur Bergung des Lkws wurde das schwere Kranfahrzeug der FF Mödling alarmiert und gegen die Fahrrichtung auf die Autobahn gebracht. Außderdem wurden diverse Fahrzeuge der Stassenmeisterei angefordert um die Fahrbahn zu reinigen. Neben den Hackschnitzeln war die gesamte Fahrbahn über alle Spuren durch den ausgetretenen Dieselkraftstoff extrem rutschig.

Nach über fünf Stunden Einsatzdauer konnte die Südautobahn wieder freigegeben werden. Der Stau reichte bis nach Traiskirchen zurück.

BFKDO Mödling
Freiw. Feuerwehr Wiener Neudorf

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