Deutschland: Großbrand bei Altmetallbetrieb in Essen

Essen (Deutschland): Seit kurz nach fünf Uhr in der Frühe stand die Essener Feuerwehr am Sonntag, 18. September 2011, mit einem Großaufgebot auf dem Gelände eines Altmetallverwerters in Essen-Kray aktiv.
Dort brannte ein großer Haufen Altmetall auf einer Grundfläche von etwa 800 m² und ist über zehn Meter hoch geschichtet. Das Feuer hat sich in den aufgeschichteten Haufen hineingefressen. Zwei Mitarbeiter der Firma unterstützen die Löscharbeiten mit Baggern, der Haufen muss, um an das Feuer zu gelangen, komplett umgeschichtet und dabei abgelöscht werden. In der heißen Phase flossen mehrere tausend Liter Löschwasser pro Minute aus den Rohren. Bedingt durch die aktuelle Wetterlage zieht die Rauchwolke in geringer Höhe Richtung Nord-Nordost und ist nach ersten Erkenntnissen bis in den Kreis Recklinghausen wahrnehmbar.

Schadstoffmessungen werden laufend durchgeführt, das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes NRW (LANUV) ist mit seinem Messfahrzeug unterwegs. Die Bevölkerung ist über mehrere Rundfunkstationen aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Lautsprecherdurchsagen im unmittelbaren Umfeld laufen ebenfalls.
Meldung 2 per 11.00 Uhr des 18. September: Das Feuer auf dem Gelände eines Altmetallverwerters in Essen-Kray (siehe Meldung vom gleichen Tag) ist gelöscht. Etwa die Hälfte des großen Schrottberges musste umgesetzt werden, danach war klar, dass sich das Feuer nicht weiter hineingefressen hatte. Mehrere tausend Meter Schlauch sind verlegt worden, um die Angriffsleitungen mit der erforderlichen Wassermenge zu versorgen, die Aufräumarbeiten werden bis in den Nachmittag andauern. Die Berufs- und die Freiwillige Feuerwehr war mit rund 100 Kräften vor Ort. Unterstützung kam aus Gelsenkirchen, ein Tankzug mit Schaummittel füllte die eigenen Reserven wieder auf.

Auch die Bochumer Feuerwehr half mit einem zusätzlichen Tanklöschfahrzeug aus. Die Schadstoffmessungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) und die eigenen Messungen brachten allesamt Ergebnisse deutlich unterhalb jeglicher Schwellwerte, so dass eine Gefährdung der Bevölkerung zu keiner Zeit gegeben war. Natürlich, und das ist bei einer solchen Lage unvermeidbar, hat es intensive Geruchsbelästigungen gegeben. Anwohner und auch in Windrichtung weiter entfernt wohnende Menschen sind frühzeitig entweder persönlich, per Lautsprecherdurchsagen der Polizei und per Rundfunk gebeten worden, sicherheitshalber Fenster und Türen geschlossen zu halten. Diese Warnung ist ab 09.45 Uhr zurückgenommen worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Lage bereits entspannt.
