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Russland: Dutzende Tote bei Brand in Moskauer Klinik

Moskau (RUS): Bei einem Feuer in einer psychiatrischen Klinik in der Nähe der russischen Hauptstadt Moskau sind nach Angaben des Zivilschutzministeriums in der Nacht auf den 26. April 2013 mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen.

Eine Krankenschwester und zwei Patienten hätten sich retten können, teilte die Behörde mit. Die Agentur Interfax meldete unter Berufung auf medizinische Kreise, die Patienten in der Psychiatrischen Klinik Nr. 14 im Dorf Ramenski seien unter dem Einfluss starker Medikamente gestanden. „Deshalb konnten sie nicht schnell auf das Feuer reagieren“, sagte ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter zu Interfax.

Vergitterte Fenster
Die Fenster seien zum Teil vergittert gewesen, zitierte das Boulevard-Internetportal Lifenews.ru den Chefarzt der Klinik, Murat Schachow. In der Psychiatrie würden geistig behinderte Menschen und auch Alkoholiker und Drogenabhängige behandelt, sagte er. Der amtierende Gouverneur des Moskauer Gebiets, Andrej Worobjow, wollte persönlich den Rettungseinsatz überwachen. Eine Krankenschwester habe in der Nacht den Feueralarm gehört und dann den Brand bemerkt, sagte Juri Deschewych vom örtlichen Zivilschutz zu Interfax. Sie habe noch versucht, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Insgesamt seien nachts drei Mitarbeiter in dem Gebäude, sagte Klinikchef Schachow.

Erst 2012 überprüft worden
Rettungskräfte fanden bisher zwölf Leichen. Die Unglücksursache war zunächst noch unklar. Das Feuer sei ausgebrochen, als Patienten und Personal schliefen, zitierte die Agentur ITAR-TASS einen Mitarbeiter der Rettungskräfte. „Einige versuchten noch, zu entkommen, aber sie wurden von Rauchgasen vergiftet, und das Gebäude brannte fast vollständig nieder.“ Bei einer Überprüfung im August 2012 seien keine Fehler bemerkt worden, sagte Deschewych. „Alles entsprach den Vorschriften.“ Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften sind eine der häufigsten Ursachen für verheerende Brände in Russland.

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