Oö: Info zum Hochwasser Oberösterreich, 3. Juni, 07.00 Uhr

Oberösterreich: In der Nacht auf den 3. Juni 2013 über standen rund 100 Feuerwehren mit 2000 Kräften im Einsatz. Schwerpunkt waren Sicherungsmaßnahmen sowie die Sicherstellung der Infrastruktur. Die Feuerwehren in den betroffenen Gebieten sind seit Samstag im Dauereinsatz, Ablösen können durch bereit stehende Einsatzkräfte organisiert werden und sind im Gange.
Die aktuelle Lage per 7 Uhr des 3. Juni:
• Bezirk Gmunden: Der Pegelstand am Traunsee ist noch immer leicht im Steigen, Sandsackbarrieren mussten dadurch im gesamten Bereich erhöht werden. In der Stadt Gmunden laufen intensive Bemühungen, die Tiefgarage mit 8 Untergeschossen zu schützen, da sich noch 30 PKW darin befinden. Seit Sonntag 22:00 Uhr werden durch die Feuerwehren Umleitungsmaßnahmen für den Schwerverkehr gesetzt. In Ebensee ist die Lage aufgrund des steigenden Traunsees nach wie vor angespannt.
• Bezirk Schärding: in der Stadt Schärding ist der aufgebaute Hochwasserschutz in der Nacht überflutet worden. Durch die zeitgerecht eingeleiteten Evakuierungsmaßnahmen kam es bislang zu keinen Personenschäden. Mehr als 200 Gebäude im Stadtgebiet sind betroffen. Teile Schärdings sind mittlerweile aufgrund der Flutung von Trafostationen ohne Strom, die Kläranlage ist aufgrund der Überschwemmung außer Betrieb. Ein Lokführer der ÖBB wurde mit Hilfe einer Feuerwehrzille zum Zug gebracht, damit dieser zeitgerecht die Fahrt antreten konnte. Besonders schwierig gestaltete sich der Brand eines Pumpwerkes im überfluteten Stadtgebiet: die Einsatzstelle konnte nur mehr mit Feuerwehrzillen erreicht werden. Entlang der Donau laufen speziell in Engelhartszell Evakuierungs- und Sicherungsmaßnahmen.
• Bezirk Braunau: Im Bereich Riedersbach/St. Pantaleon musste ein Einfamilienhaus aufgrund einer Hangrutschung evakuiert werden. Im allen betroffenen Gebieten laufen Sicherungs- und Pumparbeiten.

• Abschnitt Ottensheim/Feldkirchen: bis dato sind rund 15.000 Sandsäcke gefüllt und verlegt. Aufgrund des steigenden Pegelstandes der Donau werden noch weitere 10.000 Stück vorbereitet. Durch den Anstieg des Wasserstandes auf 9,20 M sind weitere Objekte zu sichern.

• Steyr-Stadt: die Pegelstände von Enns und Steyr sind rückläufig, bereits in der Nacht konnte mit der Wiederherstellung der Hauptverkehrsverbindungen begonnen werden. In den nächsten Stunden starten die ersten Aufräumungsarbeiten.
• Bezirk Perg: höchst angespannt ist die Lage aufgrund der Pegel-Prognosen entlang der Donau. In der Nacht wurden insbesondere Dammüberwachungs- und Sicherungsmaßnahmen durchgeführt.
• Bezirk Vöcklabruck: Das Mondseeland bis Unterach ist hier stark betroffen. Noch während der Nachtstunden wurden aufgrund einer drohenden Hangrutschung in Mondsee mehrere Häuser evakuiert.
