Übungen

Nö: Kleinflugzeug abgestürzt -> Übung für drei Feuerwehren

Breitenfurt (Nö): Absturz eines Kleinflugzeuges am Bergrücken zwischen Gregor-Kirchnerstraße und dem Rechten Graben, lautete die Alarmierung am 18. Oktober 2013 für die Feuerwehr Breitenfurt bei der diesjährigen Unterabschnittsübung in Breitenfurt.

Da dieses Übungsszenario nicht alleine zu Bewältigen ist wurde der Unterabschnitt 3 des Abschnittes Mödling Wienerwald alarmiert. Dazu zählen die Feuerwehr Laab im Walde, die Feuerwehr Perchtoldsdorf und die Feuerwehr Kaltenleutgeben.

Der Übungseinsatz wurde im Wesentlichen an zwei Orten abgearbeitet. Zum einen an der unmittelbaren Absturzstelle am Bergrücken und an einer zweiten Einsatzstelle im Rechten Graben, wo aus dem tiefen Bachbett drei, zum Teil schwer verletzte Absturzopfer zu retten waren.

An der Absturzstelle am Bergrücken waren Kräfte aus Breitenfurt, Laab und Perchtoldsdorf sowie das Rote Kreuz im Einsatz. Die Einsatzstelle im rechten Graben wurde unterstützt durch die Feuerwehr Breitenfurt, im Wesentlichen von den Kräften aus Kaltenleutgeben und Perchtoldsdorf abgearbeitet.

An der Hauptabsturzstelle mussten insgesamt zehn zum Teil schwer verletzte Personen gerettet werden und aus dem Flugzeugfrack befreit werden. Dazu war schweres Gerät notwendig, welches zum Teil, aufgrund der nicht möglichen Zufahrt für große Feuerwehrfahrzeuge, zum Einsatzort getragen werden musste. Auch die Löschleitung für die Brandbekämpfung musste erst mühsam bergauf aufgebaut werden.

An der Einsatzstelle im Rechten Graben wurden die drei Verletzten mittels Rettungswanne und Greifzug gerettet, indem eine Schrägseilbergung aufgebaut wurde. Aufgrund einer notwendigen Reanimation eines Opfers musste zusätzlich eine Crashrettung eines Patienten aufgebaut werden. Diese wurde mittels einer schräg aufgestellten Steckleiter und einer gesicherten Rettungswanne, welche an der Steckleiter herabgelassen wurde erfolgreich erledigt.

Nach der Übung erfolgte eine Nachbesprechung und die Verpflegung im Feuerwehrwehrhaus Breitenfurt. Auch der Bürgermeister der Marktgemeinde Breitenfurt, DI Ernst Morgenbesser konnte sich von den Leistungen der Feuerwehren vor Ort überzeugen und zeigte sich bei der Nachbesprechung im Feuerwehrhaus Breitenfurt mehr als begeistert. Abschnittsfeuerwehrkommandant Josef Drexler und Unterabschnittskommandant Kurt Raitmar gratulierten zur erfolgreichen Übung und besprachen im Anschluss mit den Einheitskommandanten das abgearbeitete Szenario, sowie Möglichkeiten um das Ein oder Anderer zu verbessern.

FF Breitenfurt

Info Bezirks-Feuerwehrkommando Moedling:
In den Abendstunden des 18. Oktober 2013 konnte ein lauter Knall über der Ortschaft Breitenfurt vernommen werden. Ein Feuerschein über den Bergrücken wurde von Spaziergängern wahrgenommen. Zahlreiche Notrufe trafen daraufhin in der Bezirksalarmzentrale ein, erste Meldungen über ein abgestürztes Flugzeug und eine Vielzahl an Verletzten wurden angegeben.

Dieses Szenario war die Übungsannahme für die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Breitenfurt, Kaltenleutgeben, Laab im Walde und Perchtoldsdorf sowie für das Rote Kreuz, welches durch die Kameraden der Feuerwehr Breitenfurt ausgearbeitet wurde.

Kurz nach 18:00 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Breitenfurt zu dieser Übung alarmiert. Nach dem Eintreffen des ersten Feuerwehrfahrzeuges versuchte sich Einsatzleiter EABI Erwin Rautner einen Überblick über die Situation zu verschaffen.
Dies stellte sich aufgrund der Weitläufigkeit der Absturzstelle und der Verletzten, der beiden eingeklemmten Piloten, sowie der aufgebrachten Zeugen des Absturzes nicht einfach dar. Um die zahlreichen Schadenstellen rasch abzuarbeiten, wurden zusätzlich auch die Feuerwehren aus Kaltenleutgeben, Laab im Walde und Perchtoldsdorf nachalarmiert.

In der Zwischenzeit trafen bereits auch die ersten Kräfte des Roten Kreuzes am Unfallort ein und begannen mit der Versorgung der zehn verletzten Passagiere. Nach Ankunft der nachalarmierten Feuerwehren wurden weitere Maßnahmen getroffen.

Da die Einsatzstelle im unwegsamen Gelände war, konnte diese nur mit geländegängigen Fahrzeugen erreicht werden. Um die Wasserversorgung zu sichern wurde eine ca. 300 Meter lange Schlauchleitung auf den Bergrücken verlegt. Unter Atemschutz wurde währenddessen mit der Brandbekämpfung des Flugzeuges und der Menschenrettung der beiden Piloten begonnen.

Anhand einer gefundenen Passagierliste und durch Kontakt mit den bereits an das Rote Kreuz übergebenen Verletzten hat sich herausgestellt, dass noch drei Personen abgängig waren. Sofort wurde eine weitläufige Suche nach diesen drei Vermissten gestartet. Schnell konnten die Personen in einem Bachbett am Rechten Graben, ca. 500 Meter von der Einsatzstelle entfernt, gefunden werden.

Um zu den verletzten Personen zu gelangen, musste zuerst eine Tiefe von ca. 8 Metern mit vier Steckleiterteilen überwunden werden. Mittels einem Greifzug, einer Umlenkrolle, einer Schleifkorbtrage und mehreren Rettungsleinen wurde, um eine schonende Rettung zu ermöglichen, eine provisorische Seilbahn gebaut. Selbst der anwesende Bürgermeister von Breitenfurt, DI Ernst Morgenbesser, staunte über diese Art der Rettung.

In gewohnt guter Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren und Rotem Kreuz konnten alle Verletzten versorgt bzw. betreut, sowie die eingeklemmten Personen aus dem Flugzeug befreit werden.

Nach knapp zwei Stunden konnte das Szenario mit insgesamt 13 Unfallopfern beendet werden. Besonders erwähnt sei auch die schauspielerische Leistung der Augenzeugen, welche die Einsatzkräfte bis zum Schluss der Übung auf Trab hielten

Seitens der Feuerwehren nahmen 72 Mitglieder mit 11 Fahrzeugen sowie Einsatzkräfte des Roten Kreuzes an der Übung teil.

BFKDO Moedling

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