Zuckerhut meets Big Apple

Feuerwehrleute aus Rio de Janeiro reisen als Gewinner des internationalen Conrad Dietrich Magirus Awards zum FDNY nach New York / Wettbewerb 2015 startet am 30. März: Bewerben unter www.world-of-firefighters.de

Warme Jacke, Mütze, Schal und Handschuhe: Für Feuerwehrleute aus dem tropischen Rio de Janeiro eine sehr ungewöhnliche Ausrüstung, doch für ihren fünftägigen „Einsatz" in New York unerlässlich. Das Feuerwehrteam aus Rio hatte beim internationalen Conrad Dietrich Magirus Preis im vergangenen Jahr den Titel „Feuerwehrteam des Jahres 2014" nach Brasilien geholt. Mit einer beeindruckenden Rettungsaktion beim Einsturz einer viel befahrenen Autobahnbrücke im Stadtzentrum von Rio hatte sich das Team gegen Feuerwehren aus aller Welt durchgesetzt. Die mutigen Männer wurden nicht nur mit der Conrad Dietrich Magirus Statue belohnt, sondern auch mit einem Besuch bei den Kameraden des FDNY im Big Apple. Anfang März war es soweit: Ein zehnköpfiges Team von einer der größten Feuerwehren Südamerikas traf „New York’s Bravest".

 „Die Tage in New York waren ein echtes Erlebnis. Wir wurden so herzlich von unseren New Yorker Kameraden empfangen und es war eine tolle Gelegenheit, uns über Ausrüstung, schwierige Einsätze und das Leben als Feuerwehrmann auszutauschen", erzählt Igor Liberato Calixto, Leutnant bei der Militärfeuerwehr von Rio de Janeiro. Auch wenn die Feuerwehrleute einige Unterschiede feststellten, so entdeckten sie auch viele Ähnlichkeiten und spürten eine tiefe Verbundenheit: „Jeder Einsatz ist für uns eine neue Herausforderung und wir versuchen, ihn so gut wie möglich zu meistern und unser Bestes zu geben", sagt Igor Liberato Calixto. „Der große Wille, anderen zu helfen, verbindet nicht nur Feuerwehrleute in Rio de Janeiro und New York, sondern in aller Welt."

Dieses Engagement möchte der Conrad Dietrich Magirus Preis honorieren, wie Antonio Benedetti vom Wettbewerbsveranstalter Magirus GmbH erklärt: „Feuerwehren sind eine so starke Stütze unserer Gesellschaft und gehen nicht selten über ihre Grenzen hinaus. Als einer der größten Anbieter von Brandschutz- und Katastrophenschutz-Technik haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, ihre Leistung stärker in die Öffentlichkeit zu rücken."

Feuerwehrchef empfängt brasilianische „Bombeiros"
Die brasilianischen „Bombeiros" lernten die New Yorker Feuerwehr so hautnah kennen, wie es nur wenigen Normalsterblichen möglich ist. Einer der Höhepunkte: Die Trainingsakademie „The Rock" öffnete ihre Türen für das „Feuerwehrteam das Jahres" und der Leiter der FDNY-Schule ließ es sich nicht nehmen, das brasilianische Team selbst zu begrüßen. Im Trainingszentrum erhalten alle New Yorker Feuerwehrleute ihre Ausbildung und trainieren regelmäßig unter sehr realitätsnahen Bedingungen. U-Bahn-Rettungen, ABC-Übungen, Brandbekämpfungen und Fahrsicherheitstrainings werden dort intensiv geprobt. Szenarien, von denen viele auch den Feuerwehrleuten aus der 6-Millionen-Metropole Rio de Janeiro vertraut sind. „Wir haben mit der Fußball-WM eine echte Großveranstaltung hinter uns, die Olympischen Sommerspiele 2016 rücken näher. Der Austausch mit den New Yorker Kameraden war daher für beide Seiten sehr interessant", sagt Igor Liberato Calixto.

Begeistert waren die Feuerwehrleute aus Rio auch vom Besuch auf dem Löschboot Marine 1. Das 27 Millionen US-Dollar teure Boot gilt mit seiner beeindruckenden Ausstattung und technischen Finessen als modernstes Löschboot weltweit. Sehr bewegend war die Besichtigung des 9/11 Memorial Museum am Ground Zero, das zum Gedenken an die circa 3.000 Opfer des Terroranschlages am 11. September 2001 errichtet wurde. Auf dem Programm standen außerdem Besuche auf verschiedenen Feuerwachen, das FDNY Museum und die beeindruckenden Sehenswürdigkeiten New Yorks.   

Conrad Dietrich Magirus Preis 2015: Der Countdown läuft
Auch in diesem Jahr haben Feuerwehrteams aus aller Welt die Chance auf den Titel „Feuerwehrteam des Jahres" und eine Reise zum FDNY nach New York. Ab Montag, 30. März, können sie sich unter www.world-of-firefighters.com mit einem Einsatz für den Preis bewerben. Wichtig ist, dass der eingereichte Einsatz nach dem 30. September 2014 stattgefunden hat. Die Art, Größe und individuelle Ausstattung der Feuerwehr spielen hingegen keine Rolle. Feuerwehren, die teilnehmen möchten, müssen lediglich einen kurzen Einsatzbericht mit den wichtigsten Informationen zu Ablauf und Taktik der Aktion sowie Bildmaterial einreichen.    

Über den Conrad Dietrich Magirus Preis
Der Conrad Dietrich Magirus Preis wurde 2012 erstmals deutschlandweit ausgeschrieben und wird seit 2013 auch international ausgetragen. Der Wettbewerb trägt den Namen eines Feuerwehrmannes, der als Pionier der Brandbekämpfung gilt und bis heute für Feuerwehrleute auf der ganzen Welt Vorbild ist: Conrad Dietrich Magirus. Der Ulmer Feuerwehrmann hatte sich zum Ziel gesetzt, die Brandbekämpfung für sich und seine Kameraden sicherer zu machen. Mit revolutionären Erfindungen wie der „Ulmer Drehleiter" sorgte er weltweit für Aufmerksamkeit. Vor 150 Jahren gründete er die Firma Magirus, die in seinem Sinne bis heute die Arbeit der Feuerwehrleute in den Vordergrund stellt und mit dem Conrad Dietrich Magirus Preis besonders würdigt.

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