Deutschland: Wohnungsbrand mit Menschenrettung in Mehrparteienhaus in Erkrath

ERKRATH (DEUTSCHLAND): Die Feuerwehr Erkrath wurde um 15:16 Uhr des 9. April 2015 durch die Kreisleitstelle Mettmann zu einem Wohnungsbrand an der Gretenberger Straße alarmiert. Nach Angaben des Anrufers sollte eine Waschmaschine in einer Wohnung brennen.

Noch auf der Anfahrt informierte die Leitstelle den Einsatzleiter, dass ein weiterer Anruf eines Anwohners den Brand bestätigt hätte und mehrere Menschen das Haus nicht mehr verlassen könnten da der Treppenraum bereits verraucht sei.

Rettung von Eingeschlossenen

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang starker Brandrauch aus einem Fenster einer Erdgeschoßwohnung. Im 2. Obergeschoss und im 4. Obergeschoss machten sich Hausbewohner bemerkbar, dass sie die Wohnung nicht mehr verlassen könnten. Umgehend wurde die Menschenrettung über die Drehleiter eingeleitet. Zwei Personen wurden aus dem 4. Obergeschoss sowie acht Personen aus dem 2. Obergeschoss über die Drehleiter in Sicherheit gebracht. Drei Personen aus einer Wohnung im 2. Obergeschoss wurden über den mittels Überdruck entrauchten Treppenraum geführt.

Zeitgleich zur Menschenrettung wurde der Treppenraum durch einen Atemschutztrupp nach weiteren Personen durchsucht und die Überdurckbelüftung des Treppenraums vorbereitet. Zur Brandbekämpfung nahm ein weiterer Atemschutztrupp ein C-Rohr im Innenangriff über eine Steckleiter durch das Fenster in die Brandwohnung vor. Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Auf der Gebäuderückseite wurde eine weitere Steckleiter in Stellung gebracht um bei Bedarf auch dort eine Menschenrettung durchführen zu können. Diese wurde im Verlauf des Einsatzes jedoch nicht notwendig.

Da viele Hausbewohner durch den verrauchten Treppenraum gelaufen waren, mussten durch den Rettungsdienst insgesamt 12 Personen gesichtet werden. Zur Abwicklung des Einsatzabschnittes Rettungsdienst wurden zwei Notärzte, der leitende Notarzt des Kreises Mettmann, der organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie vier Rettungswagen eingesetzt. Insgesamt wurden sechs Personen mit Rauchgasinhalation in verschiedene Krankenhäuser im Kreis Mettmann und zur Uniklinik nach Düsseldorf transportiert.

Die Brandursache an der Waschmaschine konnte nicht ermittelt werden. Die Wohnung ist durch starken Brandrauch- sowie Rußablagerungen nicht mehr bewohnbar. Die anderen Hausbewohner konnten nach Beendigung des Einsatzes wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Im Einsatz waren alle drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Erkrath, die Einsatzkräfte der hauptamtlichen Wache, drei Rettungswagen der Feuerwehr Erkrath, ein Rettungswagen der Feuerwehr Haan, die Notärztin der Feuerwehr Hilden, der Notarzt der Feuerwehr Langenfeld, der leitende Notarzt des Kreises Mettmann, der organisatorische Leiter Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr Ratingen sowie der stellv. Kreisbrandmeister.

Feuerwehr Erkrath

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