Oö: Übung: Linienbus teilweise in die Donau gestürzt

WESENUFER (OÖ): Am 22. August 2015 fand in Wesenufer eine groß angelegte Übung mit Feuerwehren aus gesamt vier Bezirken statt.

Übungsannahme war eine Kollision zwischen PKW und Linienbus. Der Bus kommt von der Straße ab und schlittert teilweise in die Donau. Der Pkw kracht daraufhin gegen eine Mauer. In beiden Fahrzeugen befinden sich Personen. Um 13.15 Uhr erfolgte die Alarmierung der Feuerwehr Wesenufer durch einen Passanten. Nach erster Lageerkundung rief man aufgrund der Schadenslage die Feuerwehren gemäß Alarmstufe 3 zur Hilfe.


Einsatzgebiet in Abschnitte aufgeteilt
Erste Brandschutz- und Sicherungsmaßnahmen wurden vollzogen bzw. die Betreuung der Verletzten durchgeführt. Unverzüglich nach Ankunft der weiteren Feuerwehren teilte Einsatzleiter HBI Razenberger Markus das Einsatzgebiet in Teilbereiche auf. Unter Einsatz von hydraulischen Bergegeräten verschaffte man sich zügig Zutritt zu den verletzten Personen im Pkw bzw. Omnibus. Nach Absprache mit dem Roten Kreuz konnten die Insassen des Pkw rasch aus der kläglichen Lage befreit und zum Abtransport übergeben werden. Um alle Personen aus der Gefahrenlage im Autobus zu befreien, mussten erst etliche Sitze demontiert werden.

Taucher suchen vermisste Personen
Ein Zeuge gab an, dass Personen aus dem Bus geschleudert wurden und diese sich vermutlich in der Donau befinden, weshalb mit A-Booten die Donau abgesucht und in weiterer Folge dann der Tauchstützpunkt 6 alarmiert wurde. Zwei Personen wurden aus der kalten Donau gerettet, eine weitere war abgängig. Mittels Suchkette suchten die Taucher nach der vermissten Person am Grunde der Donau, welche kurze Zeit später nur mehr tot geborgen werden konnte. Insgesamt galt es für die insgesamt 140 Feuerwehrkräfte in Zusammenarbeit mit Roten Kreuz, Notarztteam und Gemeindearzt 30 Personen zu retten.

Aufgrund von Ölaustritt wurde der Ölwehrstützpunkt Vichtenstein gerufen, welche im Bereich der Unglücksstelle eine Ölsperre auf der Donau errichtete. Für die Busbergung wurde das Kranfahrzeug der FF Ried herangezogen. Nach rund 4 Stunden konnten alle Szenarien abgeschlossen und die Übungsnachbesprechung abgehalten werden.

BFK Schärding

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