Wien: Durchzündung bei Wohnungsfeuer → Frau ums Leben gekommen

WIEN, 2. BEZIRK: Hausbewohner alarmierten die Berufsfeuerwehr Wien gegen 20.30 Uhr des 25. März 2019 zu einem Brand in ein Mehrparteienwohnhaus in Wien – Leopoldstadt. Noch als die Einsatzkräfte über das Stiegenhaus zur Brandwohnung eilten, kam es zur Durchzündung.

Fenster zerbarsten, Flammen und Rauch drangen in das Stiegenhaus und aus den Fenstern. Unter Atemschutz drangen die Feuerwehrleute mit einer Löschleitung in die stark verrauchte Brandwohnung vor. Durch die große Hitze war bereits der Verputz der Wände und der Decke abgeplatzt.
Zeitgleich wurde für den Außenangriff eine Löschleitung zur Verhinderung des Flammenüberschlages vorbereitet. Bevor eine Drehleiter in Stellung gebracht werden konnte musste von den Wiener Lienen die stromführende Oberleitung der Straßenbahn abgeschaltet und geerdet werden.

Zur Druckbelüftung des Stiegenhauses und zur Entrauchung der Brandwohnung wurden mehrere Hochleitungsbelüftungsgeräte eingesetzt. Parallel zu den Brandbekämpfungsmaßnahmen wurden von mehreren Atemschutztrupps weitere, an das verrauchte Stiegenhaus angrenzende Wohnungen kontrolliert. Etliche Wohnungen mussten dazu aufgebrochen werden. Die in Sicherheit gebrachten Hausbewohner wurden an den Katastrophenzug der Berufsrettung Wien zur Betreuung übergeben.
Im Zuge der Löscharbeiten wurde die leblose Wohnungsinhaberin in der Brandwohnung aufgefunden. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Ein Hausbewohner war bei der Flucht aus dem Gebäude gestürzt. Er wurde vom Team der Berufsrettung Wien notfallmedizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Brandursache ist zurzeit noch nicht bekannt, das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen.
Die Berufsfeuerwehr Wien stand mit 33 Kräften und sieben Fahrzeugen drei Stunden lang im Einsatz.

Berufsfeuerwehr Wien

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