Tirol: Feuerwehr im Bezirk Landeck hebt ab und erobert mit Drohne den Luftraum

LANDECK (TIROL): Drohnen werden seit längerem in vielen Bereich eingesetzt und können mit den neuen Möglichkeiten auch eine große Hilfe für Einsatzkräfte leisten. Neben der ersten Drohne im Bezirk Kufstein hat nun Anfang März 2020 auch der Feuerwehrbezirk Landeck mit großer finanzieller Hilfe der Sparkasse Imst eine zweite Feuerwehr-Einsatzdrohne für Tirol angeschafft.

Derzeit läuft eine intensive Ausbildungsphase für die neun Drohnenpiloten der Feuerwehr Landeck, damit das Fluggerät ab April 2020 zu Einsätzen alarmiert werden kann.

Ausbildung von neun Drohnenpiloten

Die unbemannte Aufklärung aus der Luft mittels Drohnen war einstmals ausschließlich Sache des Militärs. Mit der fortschreitenden Technisierung werden Drohnen jetzt auch seit einiger Zeit im zivilen Bereich vielfach eingesetzt. Ab sofort steht nun auch dem Bezirksfeuerwehrverband und der Stadtfeuerwehr Landeck dieses neue Einsatzmittel zur Verfügung. Damit eine 24-stündige Bereitschaft und eine professionelle gesetzeskonforme Flugtätigkeit gewährleistet werden kann, werden in diesen Tagen neun Drohnenpiloten speziell dafür ausgebildet. Mit der Inbetriebnahme dieser Drohne wird auch eine neue Dimension der Lageerkundung und Lageführung für die Einsatzkräfte eröffnet. Im Zusammenspiel mit der Lagedarstellungssoftware Contwise-Lisa 2.0, die derzeit exklusiv im Bezirk Landeck von den Feuerwehren eingesetzt werden kann, können die Video-Live-Bilder der Drohne direkt über das Internet an die Einsatzleitung gesendet werden. Damit liefern diese Luftbilder eine zusätzliche Entscheidungshilfe für die Einsatzleiter und die Einsatzstäbe in Echtzeit an jeden beliebigen Ort.

Neben der ersten Drohne im Bezirk Kufstein hat nun auch der Feuerwehrbezirk Landeck mit großer finanzieller Hilfe der Sparkasse Imst eine zweite Feuerwehr-Einsatzdrohne für Tirol angeschafft.

Größere Schadensereignisse in den letzten Jahren

Gerade der Bezirk Landeck wurde in den letzten Jahren immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht und diese neue Einsatzbilder aus der Luft können bei zukünftigen Ereignissen eine schnellere, zielsichere und für die Einsatzkräfte oder betroffene Bevölkerung sicherere Entscheidungsbasis liefern. Die Drohne kann aber nicht nur bei Naturkatastrophen wie Muren, Lawinen, Hochwasser, etc. eine wichtige Hilfe aus der Luft bieten, sondern es sind auch andere Einsatzszenarien denkbar. Als Beispiele kann man Einsätze bei Waldbränden, Schäden an Infrastruktureinrichtungen, bei Großbränden, bei Personensuche, bei Gefahrenstoffaustritten, Unfälle im unwegsamen Gelände, Leiten von Einsatzkräften, uvam anführen. Bei allen genannten Einsatzszenarien können diese Informationen aus der Luft für die Entscheidungen der Einsatzleitung eine immense Hilfe darstellen.

Rasch einsatzbereit

Die neue Drohne zeichnet sich durch kompakte Abmessungen, leichten Materialien wie Carbon bzw. Kohlefaser-Verbundwerkstoffe und einer besonders schnellen Einsatzbereitschaft aus. Sie ist in wenigen Minuten einsatz- und startklar und durch eine moderne Akkutechnik, sowie einem effizienten Energiemanagement kann man mit einer realistischen Flugzeit von 30 Minuten rechnen.

Features

Darüber hinaus ist das neue Feuerwehr-Fluggerät mit folgenden Features ausgestattet:
• eine hochauflösende 4K-Videokamera,
• eine Wärmebildkamera,
• eine Livebild-Übertragung in Echtzeit,
• selbstwärmende Akkus für eine längere Flugzeit im Winter,
• Kollisionssensoren,
• LED-Suchscheinwerfer,
• ein Lautsprecher,
• ein Kollisionswarnlicht und
• einem Flugtransponder.

Im Einsatzfall sind die Feuerwehren im Bezirk Landeck mit dieser modernen Luftunterstützung auf einem aktuellen Stand der Technik und damit bestens vorbereitet.

Freiw. Feuerwehr Landeck

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