D: THW unterstützt Ausbau der Klinik-Kapazitäten, zimmert Zugänge und mehr

NEU-ULM (DEUTSCHLAND): Das THW Neu-Ulm unterstützte in den letzten Tagen die Erweiterung der Klinik Weißenhorn im Landkreis Neu-Ulm. Im Claretinerkolleg Weißenhorn, das früher als Internat diente und sich direkt neben dem dortigen Krankenhaus befindet, sorgte das THW Neu-Ulm für zusätzliche Klinikkapazitäten.

Auf zwei Etagen finden so im Notfall 63 Patientinnen und Patienten einen Platz, an dem sie professionell betreut werden können. Für die Klinik entsteht so eine Ausweichstation, wenn die Betten im eigentlichen Krankenhaus knapp werden. Hauptaufgabe für die Helferinnen und Helfer war es, die Räumlichkeiten mit Schleusen sauber voneinander abzutrennen. So entstehen getrennte Bereiche, um die nicht-kontaminierten Personen nicht in Kontakt mit den Übrigen zu bringen – Pflegepersonal und Ärzte zum Beispiel können die Klinik damit durch einen zusätzlichen Ausgang verlassen, der nicht als Eingang genutzt wird.

Bereits über 1.000 Stunden investiert

Bisher haben die ehrenamtlichen THW-Helfer bereits über 1.100 Stunden in die Arbeiten investiert. Neben der Erweiterung transportierte das THW auch noch Betten- und Teile der Verwaltung in die neue Ausweichstation.

Zimmern einer Zugangsschleuse

Der THW-Ortsverband Miesbach zimmerte eine Zugangsschleuse für das Klinikum Agatharied im Landkreis Miesbach. Hier wurde kurzfristig eine Zugangsschleuse mit Zugangskontrolle und automatischer Schiebetür benötigt. Das Hilfeersuchen wurde über die Fachgruppe Katastrophenschutz (FüGK) des Landkreises Miesbach an das THW Miesbach weitergeleitet.

Binnen kürzester Zeit erstellten Helfer des Ortsverbandes, die zugleich eine Zimmermannsausbildung haben, einen Bauplan. Material wurde organisiert. Mit zehn Einsatzkräften wurde die Zugangsschleuse in der Fahrzeughalle des Ortsverbandes gezimmert. Bereits einen Tag später konnte der Ortsverband die Konstruktion ausliefern. Die Schleuse wurde am Klinikgebäude aufgebaut und montiert, im Anschluss installierte eine Fachfirma die Automatiktüren.

Bau von Screening-Räumen

Das THW-Einsatzkräfte bauten Screening-Räume in Oberviechtach (Landkreis Schwandorf). Hier entstand in den letzten Tagen ein Hilfskrankenhaus: Ungenutzte Stockwerke und Räume in einer kleinen Klinik mit rund 40 Betten wurde um weitere 100 Betten erweitert. Diese Kapazität soll ausschließlich für Covid19-Patienten im Bedarfsfall zur Verfügung stehen.

Doch zuerst stand der Umbau an: Um eine räumliche Trennung zwischen der Normal-Klinik und der Corona-Klinik zu schaffen wurde durch das THW ein zweiter Notaufnahme-Zugang geschaffen und mit Beleuchtung ausgestattet. Für den Eingang der Normal-Klinik erstellten die THW Helfer unter einer Freiflächenüberdachung drei Screening-Räume und schlossen den Bereich mit einer Außenwand.

Um diesen Bereich zu erstellen, wurden Holzständer in die Überdachung eingebracht und anschließend mit OSB-Platten beidseitig verkleidet, jeder Raum wurde mit einer Schiebetür versehen. Alle Flächen wurden mit Plane überzogen, um eine Desinfektion des gesamten Ausbaus zu ermöglichen. Zum Abschluss erstellte das THW Oberviechtach die komplette Elektroversorgung mit Beleuchtung, der nun beheizbaren Räume.

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