D: Containerbrände und tierischer Besuch in Velbert

VELBERT (DEUTSCHLAND): Am Sonntagmorgen, 19. April 2020, um 5.58 Uhr wurden die Polizei und die hauptamtliche Wache der Feuerwehr Velbert zur Einsteinstraße im Ortsteil Velbert-Birth alarmiert, weil dort gleich mehrere Mülltonnen in Flammen stehen sollten, das Feuer außerdem auf einen Pkw übergegriffen habe.

Als die Einsatzkräfte Minuten später eintrafen, brannten in einem Unterstand vor einem Mehrfamilienhaus zwei Großraum-Container (1.100 Liter) und mehrere Gelbe Säcke in voller Ausdehnung. Ein unmittelbar neben der Müllbox geparkter Audi war durch Hitzeeinwirkung an der Fahrerseite, an Blinker und vorderer Stoßstange bereits beschädigt, außerdem drohte das Feuer auch auf einen benachbarten, ebenfalls schon angesengten Baum überzugreifen Ein Trupp unter Atemschutz brachte den Brand mit einem C-Rohr schnell unter Kontrolle und konnte ein Übergreifen der Flammen auf den Audi und den Baum verhindern. Die beiden Container waren indessen nicht mehr zu retten und erlitten Totalschaden.

Personen kamen durch das Feuer nicht zu Schaden. Die Höhe des Sachschadens bezifferte die Polizei nach einer ersten Schätzung mit rund 1.700 Euro, sie hat Ermittlungen zur bislang nicht geklärten Brandursache aufgenommen. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Velbert jederzeit unter Telefon 02051/946-6110 entgegen.

Brennender Container mit Schleifstaub

Als etwas anderer Container-“Brand” entpuppte sich dagegen um 4.44 Uhr des 20. April die Meldung eines metallverarbeitenden Betriebes an der Industriestraße: Der Rauch, der aus dem mit rund fünf Kubikmetern Schleifstaub gefüllten Behälter drang, stellte sich als Dampf heraus, hervorgerufen durch eine chemische Reaktion des Metalls mit dem beim Schleifen verwendeten Kühlmittel. Dadurch hatte der Behälter bereits eine Temperatur von über 80 Grad Celsius erreicht, wie die Messung mit der Wärmebildkamera ergab.

Mit einem C-Rohr wurde der Container-Inhalt auf unter 30 Grad heruntergekühlt und anschließend mit einer Schaumschicht bedeckt. Mit der Zusage des Eigentümers, daß der Behälter schnellstmöglich der Entsorgung zugeführt wird, war der Einsatz der Feuerwehr nach gut einer Stunde beendet.

Tierischer Besuch

Ungewöhnlichen Besuch hatte die Hauptfeuerwache an der Kopernikusstraße übrigens am Sonntagmorgen erhalten: Zwei junge Rehe zeigten offensichtlich Interesse an einer Besichtigung, denn sie schlenderten ohne jede Scheu durch den Innenhof der Wache und warfen sogar aus nur drei Meter Entfernung einen Blick durch die gerade offenstehende Eingangstür des Rettungsdiensttraktes, wo sie der Wachführer durch die Glasscheiben des Treppenhauses erspähte.

Anschließend trollte sich das Duo ohne jede Eile über die Hauptzufahrt in Richtung Kleingärten und zog zum Wald an der Saubrücke weiter.

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