Türkei: 68 m Drehleiter knickt ab → zwei Feuerwehrleute getötet

ISTANBUL (TÜRKEI): Folgenschwerer Drehleiter-Unfall bei einer Einsatzübung in der Türkei in der ersten Maihälfte 2020. Ein 28- und ein 24-jähriger Feuerwehrmann wurden dabei getötet.

Die beiden Feuerwehrmänner hatten am 9. Mai in Istanbul für eine Übung die Drehleiter ausgefahren. Dabei knickte die Leiter in der unteren Hälfte ab. Wie die Webseite firefighterclosecalls.com berichtet, besagen erste und nur vorläufige Informationen aus, dass die beiden Feuerwehrleute aus einer 2017 in den Dienst gestellten, aus sieben Leiternteilen bestehenden Magirus 68 L geworfen worden sind.

Die Anfö-Feuerwehrleute Emircan Çolak (28) und Mehmet Ali İnal (24), beide standen seit einem Jahr im Dienst der Feuerwehr, wurden auf das Dach der Wohnung gegenüber der Feuerwache geworfen.

Trauerfeier

Die Trauerfeier fand in der Feuerwache Kadıköy statt. Der 28-jährige Feuerwehrmann Emircan Çolak, der seit 2019 in der Feuerwehr von Kadıköy arbeitet, war verheiratet.

Çolaks Beerdigung wurde in den Bezirk Pasinler seiner Heimatstadt Erzurum geschickt, um dort begraben zu werden. Inal, der die Brandbekämpfung liebt, wurde in seine Heimatstadt Kütahya geschickt, um dort begraben zu werden.

Feierlichkeit zu Ehren der beiden Getöteten.

Magirus stellt 68 m Modelle vorübergehend außer Dienst

Eigentlich sei es nicht möglich, die Drehleiter falsch zu bedienen, so ein Sprecher von Iveco Magirus. Bei der Drehleiter, die in Ulm gefertigt wurde, handelt es sich um die größte Drehleiter der Welt. Weltweit gibt es davon nur fünf Stück.

Drehleitern dieser Bauart bringen die Feuerwehrleute auf Höhen bis zu 68 m.

Bis geklärt ist, wie es zu dem Unglück kommen konnte, hat das Unternehmen baugleiche Modelle vorsorglich außer Betrieb nehmen lassen. Das berichtet das Portal swe.de am 14. Mai 2020.

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