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Oö: Lob für rigorosen Gaffer-Einsatz auf der A1

ASTEN (OÖ): Autofahrerinnen und Autofahrer mussten am Nachmittag des 3. August 2020 viel Geduld aufbringen. Gafferaufnahmen sorgten für zusätzliche Verzögerungen.

Auf der Westautobahn in Höhe der Ausfahrt Asten/St. Florian in Fahrtrichtung Wien geriet gestern ein Lastwagen ins Schleudern. Glücklicherweise konnte ein Unfall verhindert werden, jedoch kam das Schwerfahrzeug quer über alle Fahrstreifen zum Stillstand. Dadurch entwickelte sich ein Rückstau, welcher die Länge von mehr als 10 Kilometern erreichte. Zusätzliche Verzögerungen gab es durch schaulustige Gaffer, die den Blockade-Lkw fotografierten und die Bergungsarbeiten filmten. „Auch wenn Unfälle wie jene die Geduld der Autofahrer strapazieren, sind sensationslustige Gafferfotos oder -videos kein adäquater Zeitvertreib“, betont Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

Von Seiten der Polizei wurden all jene Gaffer, die mit dem Handy fotografierten und filmten zur Kasse gebeten. So mussten mehrere Verkehrsteilnehmer eine Strafe in Höhe von 50 Euro begleichen. Gegen 17 Uhr war die Unfallstelle geräumt und der Stau begann sich aufzulösen. Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner lobte den rigorosen Gaffer-Einsatz der Polizei: „Vor Neugier platzende Gaffer sind ein großes Ärgernis für die Polizei und die Einsatzkräfte, denn sie behindern oder verzögern die Weiterfahrt, missachten Persönlichkeitsreche, ignorieren die Regeln der Rettungsgasse und blockieren im schlimmsten Fall die Hilfeleistungen für Unfallopfer. Hier kommt es oft auf Minuten an, die entscheidend sein können.“

Wenn der Unfallort noch nicht abgesichert ist und noch keine Rettungskräfte vor Ort sind, ist persönliche Hilfeleistung gefragt. Anstatt verantwortungslos die Smartphone-Kamera zu zücken sollte man als Ersthelfer handeln. Wenn der Unfallort bereits abgesichert ist und Rettungskräfte vor Ort sind, gilt die Devise:

  • Rettungsgasse bilden und Anweisungen der Rettungskräfte befolgen
  • Am Unfallort weder filmen noch fotografieren
  • Rasch an der Unfallstelle vorbeifahren und nicht stehen bleiben.

„Dass Unbeteiligte nach Unfällen Bilder und Videos machen, um diese anschließend zu verbreiten, ist ein absolutes No-Go“, so Steinkellner abschließend.

Oö. Landeskorrespondenz, 4. August 2020

Die Vorgeschichte

Gegen 15:45 Uhr war auf Höhe der Ausfahrt Asten/St. Florian ein Lastwagen ins Schleudern geraten. Das Schwerfahrzeug kam quer über alle Fahrstreifen zum Stillstand, nur der Pannenstreifen blieb frei. Die Folge war ein massiver Rückstau, der eine Länge von mehr als zehn Kilometern erreichte und sich auch auf den Nachmittagsverkehr auf der A7 Richtung A1 auswirkte, wo es ab dem Tunnel Bindermichl zu Behinderungen kam. Der Zeitverlust auf der Strecke betrug rund zwei Stunden. Zudem passierten im Rückstau mehrere Auffahrunfälle. 

Ein Transportunternehmen wurde angefordert, um den Lastwagen wieder gerade zu richten. Gegen 17 Uhr war die Unfallstelle geräumt, der Stau begann sich aufzulösen. Verletzt wurde niemand. 

Wie Einsatzkräfte berichteten, ging die Polizei rigoros gegen Schaulustige vor. Wer den Unfall mit dem Handy fotografierte, wurde zur Kasse gebeten. So mussten mehrere Verkehrsteilnehmer 50 Euro Strafe zahlen.

Fotokerschi.at

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