5. Dezember 2020 → Internationaler Tag des Ehrenamtes: Wer ein Ehrenamt innehat, ist in diesem Jahr besonders gefordert

Der Internationale Tag des Ehrenamtes ist ein jährlich am 5. Dezember abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Anerkennung und Förderung ehrenamtlichen Engagements.

Er wurde 1985 von der UN mit Wirkung ab 1986 beschlossen. Wirklich ins Bewusstsein rückte er – soweit man das so bezeichnen kann – aber wohl erst mit den sozialen Medien und deren Streuwirkung.

Der Tag ist frei von Ehrungen oder Paraden, er soll lediglich die vielen vielen Ehrenamtlichen für einen Tag im Jahr etwas verstärkt ins Rampenlicht rücken. Egal, ob es nun die Feuerwehr ist, es die Mitglieder der verschiedenen Rettungsdienste sind, die freiwilligen Helfer beim Technischen Hilfswerk (Deutschland) oder man die Wasser- und Bergretter meint. Ohne Freiwillige funktioniert unser Sicherheitsnetzwerk nicht in dem Ausmaß und schon gar nicht zu diesem Preis, wie es heute der Fall ist.

Das Ehrenamt endet jedoch nicht bei den MItgliedern der Blaulichtorganisationen. Unzählige Vereine aus den vielfältigsten Lebensbereichen und aus den vielfältigsten Aktivitätsbereichen kommen hier dazu, viele viele soziale Aktivitäten, die anderen Menschen zugute kommen und leider im Alltag oft unerwähnt bleiben. Weil es einfach zu viele sind oder sie oft auch als selbstverständlich hingenommen werden.

Der 5. Dezember ist also ein Tag, an dem – außer während einer Corona-Pandemie – nicht nur der Krampus und / oder auch der Nikolaus zu Gast sein mag. Es ist ein Tag, wo jeder von uns vielleicht einmal ein paar Minuten nachdenken mag, was in seiner näheren Umgebung alles von Freiwilligen ehrenamtlich gemanagt wird. Setzen Sie sich einmal nur diese paar Minuten mit dieser Thematik auseinander und Sie werden sich wundern, was das Wunder Ehrenamt alles bewirkt – in welchem Bereich auch immer.

Das beste Resultat eines 5. Dezember wäre natürlich, wenn auch SIE sich zu einem Ehrenamt entscheiden würden, wenn dies noch nicht der Fall ist.

Wer ein Ehrenamt innehat, ist in diesem Jahr besonders gefordert

Deutscher Feuerwehrverband und Deutsche Jugendfeuerwehr danken an Ehrenamtstag allen Engagierten ­

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Wie geht Engagement, wenn die Welt stillsteht? Wie funktioniert Zusammenhalt, wenn Kontaktverbot besteht? Angesichts des heutigen Internationalen Tags des Ehrenamts danken der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und die Deutsche Jugendfeuerwehr (DJF) allen Engagierten, die vor allem in Zeiten der Corona-Pandemie Besonderes leisten. „Mehr als eine Million Menschen sind ehrenamtlich in unseren Freiwilligen Feuerwehren aktiv. Sie sind auch unter den aktuellen widrigen Bedingungen im Einsatz”, dankt DFV-Vizepräsident Hermann Schreck.

„Wer ein Ehrenamt innehat, ist in diesem Jahr besonders gefordert”, erklärt Schreck gemeinsam mit DJF-Bundesjugendleiter Christian Patzelt: „Unsere Ehrenamtlichen sind immer für andere da, auch wenn sie selbst durch die momentane Lage mehrfache Belastungen aushalten müssen – nicht nur durch ihr Engagement in der Feuerwehr, sondern auch durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Situation in Familie und Beruf.”

Auch bei den Nachwuchskräften und ihren Betreuerinnen und Betreuern gab es keinen Stillstand – ganz im Gegenteil: In den letzten Monaten schufen unzählige Jugendfeuerwehrwartinnen und -warte ebenso plötzlich neue und vielfältige Alternativangebote für die mehr als 270.000 Mitglieder bundesweit. „Wir sind sehr stolz auf den Ideen- und Facettenreichtum unserer Jugendfeuerwehren, ist diese Zeit doch insbesondere für viele Familien sehr herausfordernd”, betont Patzelt. „Jugendfeuerwehrwartinnen und Jugendfeuerwehrwarte hielten überall den Kontakt zu den Nachwuchskräften beispiellos aufrecht. Sie setzten Übungsstunden digital um und lernten online – gemeinsam und doch mit gebotenem Abstand. Schnell zeigte sich, wie kreativ Jugendfeuerwehr gestaltet werden kann.”

DFV-Vizepräsident Hermann Schreck und DJF-Bundesjugendleiter Christian Patzelt danken auch all jenen Menschen, die das Engagement der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen mit ermöglichen – in Familie, Beruf, Ausbildung und Freundeskreis. „Nur durch dieses Netzwerk der Unterstützung ist es oft erst machbar, das Ehrenamt zuverlässig auszuüben – erst recht in der aktuellen Corona-Pandemie”, erklären sie.

DFV und DJF

Rund 1,3 Millionen Angehörige in Freiwilligen, Jugend-, Berufs- und Werkfeuerwehren in bundesweit 37.000 Feuerwachen und Gerätehäusern – damit sind die Feuerwehren eine starke Gemeinschaft und ein verlässlicher Partner für Sicherheit. Die flächendeckende Gefahrenabwehr trägt der dichten Besiedlung Deutschlands Rechnung und bringt den Bürgern schnelle Hilfe an jedem Ort. Der Deutsche Feuerwehrverband bündelt und vertritt die Interessen seiner ordentlichen Mitglieder. Weitere Informationen: www.feuerwehrverband.de.

Die Deutsche Jugendfeuerwehr (DJF) ist der Zusammenschluss aller Jugendfeuerwehren Deutschlands mit mehr als 270.000 Mitgliedern im Alter zwischen acht und 18 Jahren. Mehr als 18.000 ehrenamtliche Jugendfeuerwehrwartinnen sowie ihre rund 64.000 Stellvertreterinnen, Betreuerinnen und Helferinnen haben im Jahr 2018 rund 7,5 Millionen Stunden in die Nachwuchsarbeit der Jugendfeuerwehr investiert. Weitere Informationen: www.jugendfeuerwehr.de.

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