Kroatien: Erdbeben der Stärke 6,4 bis nach Österreich spürbar

KROATIEN / ÖSTERREICH: Ein Erdbeben der Stärke 6,4 auf der Richterskala hat in den Mittagsstunden des 29. Dezember 2020 Kroatien erschüttert. “Das Beben war auch in Teilen Österreichs noch spürbar”, so der Erdbebendienst der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Weiterführende Artikel per 31.12.2020:
Stmk | Kroatien: BFV Knittelfeld nach Erdbeben in Kroatien im Katastropheneinsatz
Erdbeben in Kroatien: Feuerwehr Wr. Neustadt & Wr. Neudorf aus NÖ sind Teil der österreichischen Hilfe

Ersten Infos zufolge wurde die Feuerwehr wurde mit Anrufen besorgter Bürger bombardiert. In Teilen Österreichs wurde der Erdstoß deutlich wahrgenommen. In Graz etwa wackelten rund zwei Minuten nicht nur hohe Gebäude, auch in massiven Altbauten mit nur einem Geschoß waren die wellenartigen Bewegungen deutlich zu spüren.

Das Erdbeben mit einer Stärke von 6,4 hat zu Mittag primär die zentrale Region von Kroatien erschüttert. Bis in die Nachmittagsstunden des 29. Dezember 2020 war von mehreren Verletzten und einem 12-jährigen Mädchen, das ums Leben gekommen ist, die Rede. Es war übrigens innerhalb von 30 Stunden das zweite Erdbeben in der Region.

Halbe Stadt zerstört

In kroatischen Medien wird berichtet, dass die Stadt Petrinja – sie liegt nur drei Kilometer vom Epizentrum entfernt – den Angaben des Bürgermeisters zufolge zur Hälfte zerstört worden ist. Dort kam auch die 12-Jährige ums Leben.

Wikipedia berichtet per 16.10 Uhr des 29. Dezember 2020:

Das Erdbeben mit der Magnitude von 6,4 MW auf der Momenten-Magnituden-Skala hatte sein Epizentrum nahe dem südlichen Stadtrand von Petrinja und wenige Kilometer südsüdwestlich von Sisak. Seine Herdtiefe wurde in ersten Meldungen mit 10 Kilometern angegeben. Die freigesetzte Energie war etwa 30-mal stärker als die beim Erdbeben von Zagreb im März 2020.

Das Beben wurde auch noch in Österreich, Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Rumänien und Italien wahrgenommen. Das sich in Slowenien befindende Kernkraftwerk Krško wurde vorsichtshalber abgeschaltet. In den ersten Stunden nach dem Hauptbeben kam es zu mehr als 20 Nachbeben mit Magnituden von 2,5 oder höher, das stärkste davon erreichte Magnitude 4,4 mb. Am Vortag hatten sich in der Region sieben Vorbeben ereignet, die stärksten beiden erreichten Magnituden von 5,2 MW, eines um 6:28 Uhr und eines um 7:49 Uhr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.