Stmk: Kellerbrand in Villenanlage in Obertressen | Bad Aussee → drei Personen mit Drehleiter gerettet, Keller geflutet

BAD AUSSEE (STMK): Um 5.04 Uhr des 13. Jänner 2021 wurden die Feuerwehren Obertressen und Bad Aussee zu einem verrauchten Keller in das Rahmgut, eine Villenanlage im Ortsteil Obertressen alarmiert. Dazu wurde noch mitgeteilt, dass drei Personen im 1. Stock eingeschlossen sind, worauf die Landesleitzentrale auch die Drehleiter Eselsbach mitalarmierte.

Bereits bei der Anfahrt war die starke Rauchentwicklung, welche aus der Eingangstüre kam, zu sehen. Zudem warteten die drei Personen auf einem Balkon auf die Rettung. Diese wurden umgehend mittels der Drehleiter gerettet, dem Roten Kreuz übergeben und ins LKH Bad Aussee mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung transportiert.

Schwierigkeiten mit verwinkeltem Keller

Des Weiteren wurde von den beiden Feuerwehren mittels Atemschutzträger ein Innenangriff in das Kellergeschoß gestartet. Auf Grund der großen Rauchentwicklung und der enormen Hitze sowie des verwinkelten Kellers, war es enorm schwierig, zum Brandherd vorzudringen.

Deswegen wurden die Feuerwehr Altaussee mit weiteren Atemschutzträgern nachalarmiert.

Keller fluten

Da die ersten Löschangriffe keinen Erfolg zeigten, der Keller aber auch keinen weiteren Zugang wie Lüftungen, Fenster, usw. hatte entschied sich die Einsatzleitung den Keller mit Leichtschaum zu fluten. Inzwischen wurden von den Feuerwehren Straßen und Reitern weitere Atemschutzträger angefordert.

Große Hitze, Löschwasser brodelte

Infolge der großen Hitze, teilweise wurden über 600 Grad gemessen, den massiven Anstieg an Brandrauch und auch Unkenntnis der Größe der Kellerräumlichkeiten fasste die Einsatzleitung letztendlich den Beschluss, den Keller aufzugeben und mit Wasser vollständig zu fluten. Dies wurde dann, in Abklärung mit dem Wasserwerk Bad Aussee koordiniert und durchgeführt. Dabei standen abwechselnd immer die Atemschutzträger zur Überwachung auf der Kellerstiege. Erst diese Maßnahme brachte nach fünf Stunden den gewollten Erfolg. Welche Hitze in diesem Keller herrschte zeigte auch die Tatsache, dass das im Keller stehende Löschwasser brodelte.

Hier kam zum Glück die massive Bauweise des alten Gebäudes zum Tragen, ständige Messungen mit den Wärmebildkameras im Erdgeschoß wurden durchgeführt, ein Temperaturanstieg konnte hier nicht verzeichnet werden. Insgesamt wurden während des Einsatzes 60 Atemschutzflaschen in der FF Altaussee wieder befüllt, das ist ein Luftverbrauch von 100.400 Litern Atemluft.

Die restlichen Arbeiten am Brandobjekt übernahm die FF Obertressen, die Reinigung der Schutzausrüstung und Schutzkleidung wird noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Trotzdem sind die Feuerwehren des Abschnittes Aussee wieder einsatzbereit. Die Ursachenermittlung obliegt der Polizei. Schadenshöhe kann noch nicht festgestellt werden.

Bereichsfeuerwehrverband Liezen

Meldung der Polizei

Seit den frühen Morgenstunden des 13. Jänner 2021 stehen 75 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Löscheinsatz. Eine Villa mit acht Wohneinheiten steht in Brand, mehrere Personen mussten evakuiert werden. Die Brandursache steht derzeit nicht fest.Eine Bewohnerin verständigte gegen 05.00 Uhr via Notruf die Rettungsleitzentrale über eine starke Rauchentwicklung im Wohnhaus. Sechs Feuerwehren aus dem Ausseerland (Abschnittsalarm) begaben sich zum Brandort und begannen rasch mit den Löscharbeiten.

Drei Salzburgerinnen (66, 12,11) wurden unverzüglich mit einer Drehleiter aus dem 1. Stock des Hauses evakuiert. Sie erlitten leichte Rauchgasverletzungen und wurden in das LKH Bad-Aussee transportiert. Zwei weitere Personen mussten ihre Wohnungen aus Sicherheitsgründen verlassen. Die Löscharbeiten sind derzeit nach wie vor im Gang. Die Brandursache sowie die Schadenssumme steht derzeit noch nicht fest und ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.

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