D: Vater brannte nach Verpuffung → Familie bei Löschversuchen teils schwer verletzt, Nachbar verhindert Schlimmeres

ESSEN (DEUTSCHLAND): Gegen 20:33 Uhr wurde der Leitstelle der Feuerwehr Essen am 30. Jänner 2021 ein Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Freytagstraße gemeldet. Bei Eintreffen der ersten Kräfte befanden sich bereits mehrere Bewohner vor dem Gebäude im Hauseingangsbereich und wurden von der anwesenden Polizei betreut.

Nach Angaben der aufgeregten Anwesenden kam es zuvor in der Wohnung einer fünfköpfigen Familie zu einer Verpuffung im 2. Obergeschoss. In der Folge dieser Verpuffung brannte nun die Kleidung des 43-jährigen Familienvaters und Mobiliar in dem dortigen Wohnzimmer. Vermutlich versuchten die 43-jährige Ehefrau und deren Kinder, den brennenden Ehemann abzulöschen. Ein 47-jähriger Nachbar aus der Wohnung darunter wurde durch die aufgeregten Schreie der betroffenen Familie aufmerksam und löschte schnell und geistesgegenwärtig mit einem Eimer Wasser den mittlerweile im Hausflur stehenden Familienvater.

Im Anschluss führte dieser Nachbar auch die restlichen Familienmitglieder aus der Brandwohnung hinaus. Darüber hinaus löschte der Nachbar mit Hilfe von zwei Pulverlöschern beherzt den Brand und leitete anschließend Erste-Hilfe-Maßnahmen bei den drei brandverletzten Bewohnern ein. Unverzüglich nach Eintreffen der Einsatzkräfte wurden die drei Verletzten, der 43-jähriger Ehemann, die 43-jährige Ehefrau und ein 6-jähriges Kind, dem Rettungsdienst zur medizinischen Erstversorgung übergeben. Durch den Brand erlitten somit drei der fünf Familienmitglieder teils schwere Brandverletzungen.

Nach Abschluss der Erstversorgung wurden die Verletzten zur weiteren Behandlung in Fachkliniken transportiert. Die zwei weiteren Kinder der Familie im Alter von 7 und 11 Jahren und ein älteres Ehepaar (74 und 72 Jahre) aus dem Erdgeschoß wurden zwischenzeitlich durch weitere Rettungskräfte betreut. Die zu betreuenden Kinder der betroffenen Familie wurden nach Einsatzende der Jugendbeihilfe übergeben. Nach Angaben der Familie hielt sich deren kleiner Hund immer noch in der verrauchten Brandwohnung auf. Parallel neben der Verletztenversorgung ging bereits ein Trupp mit einem Strahlrohr über den Treppenraum des Gebäudes zur Tierrettung vor und löschte das Feuer nun endgültig.

Der kleine Hund konnte unverletzt gerettet werden und wurde der Polizei übergeben. Durch das Feuer und die starke Verrauchung ist die Brandwohnung im 2. Obergeschoss unbewohnbar. Alle anderen Bewohner konnten nach Abschluss des Einsatzes wieder in ihre Wohnungen zurück. Zur Brandursachenermittlung wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Im Einsatz befanden sich zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr Essen.

Weiterer Einsatz: Feuerwehr rettet Mann aus verrauchter Wohnung

Am frühen Abend des 30.01.2021 kam es in einer Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses in der Papestraße zu einem Brand in der dortigen Küche. Nachbarn wurden auf das Brandereignis durch im Treppenraum installierte Rauchwarnmelder aufmerksam und alarmierten sofort die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr fanden in der betroffenen Wohnung den schlafenden 58-jährigen Wohnungsinhaber vor und brachten ihn aus den stark verrauchten Räumlichkeiten hinaus ins Freie, wo er rettungsdienstlich behandelt wurde. Anschließend wurde der Mann mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in das zuständige Krankenhaus transportiert. Ursache für die starke Verrauchung war ein brennendes elektrisches Kleingerät in der Küche.

Der Brand in der Küche konnte durch die Einsatzkräfte mittels Kleinlöschgerät schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die übrigen Bewohner des Mietshauses blieben aufgrund der frühzeitigen Alarmierung der Rauchwarnmelder unverletzt. Nachdem das Haus mittels Lüftungsgerät rauchfrei gemacht wurde konnten die übrigen Hausbewohner in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Feuerwehr war mit zwei Löschzügen und dem Rettungsdienst vor Ort. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen

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