D: Vollbrand eines Pkw mit massiver Rauchentwicklung in Tiefgarage in Recklinghausen

RECKLINGHAUSEN (DEUTSCHLAND): Am späten Montagabend, 29. März 2021, kam es im Recklinghäuser Paulusviertel zum Brand in einer Tiefgarage mit massiver Rauchentwicklung. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Die Feuerwehr Recklinghausen wurde um 18.00 Uhr zur Penningstraße alarmiert. Bereits die Erstmeldung sprach von einem Kellerbrand in einer Tiefgarage. Noch auf der kurzen Anfahrt, durch die Nähe der Feuer- und Rettungswache zur Einsatzstelle, konnten die Einsatzkräfte eine massive Rauchentwicklung im gesamten Nahbereich erkennen. Der Einsatzleiter ließ umgehend das Alarmstichwort erhöhen und “Stadtalarm” für sämtliche Einsatzkräfte der Feuerwehr Recklinghausen auslösen.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang Brandrauch sowohl aus der Hauptzufahrt einer eingeschossigen Tiefgarage als auch aus diversen Luftschächten. Die Tiefgarage gehört zum Bestand dreier Mehrfamilienhäuser. Der Brandrauch drang stellenweise durch die Kellerzugänge bereits in die Mehrfamilienhäuser. Da anfangs unklar war, welche und wie viele Bewohner sich in ihren Wohnungen aufhielten, mussten zur Kontrolle sämtliche Wohnungen geöffnet werden. Hierzu musste eine große Zahl von Türen gewaltsam geöffnet werden. Die Bewohner aller drei Häuser wurden unversehrt gerettet und in Sicherheit gebracht. Drei Kinder wurden während der Einsatzmaßnahmen durch den Rettungsdienst betreut. Verletzt wurde niemand. Auch eine Meldung über eine zeitweise vermisste Person bestätigte sich glücklicherweise nicht.

Aufgrund der deutlich wahrnehmbaren Rauchentwicklung im Bereich des Paulusviertels und der Altstadt löste die Leitstelle eine vorsorgliche Information durch die NINA-Warn-App aus. Diese konnte aber bereits nach kurzer Zeit wieder zurückgenommen werden.

Zur Brandbekämpfung in der Tiefgarage ging eine große Anzahl von Atemschutzkräften vor. Diese fanden im hinteren Bereich der Tiefgarage einen in Vollbrand stehenden PKW und löschten diesen ab. Weitere in der Tiefgarage stehende Pkw wurden durch den Brandrauch und die Hitze ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Da in einer Tiefgarage verwinkelte, lange Strecken zurückgelegt werden müssen und die Brandhitze sich massiv stauen kann, richteten sich die Einsatzkräfte auf schwere Löschmaßnahmen ein.

Hierzu wurde eine große Anzahl von weiteren Atemschutzkräften bereitgehalten. Im Anschluss an die Brandbekämpfung konnte gegen 19.00 Uhr “Feuer unter Kontrolle” gemeldet werden. Hiernach begannen die Einsatzkräfte mit der Entrauchung der Tiefgarage mittels Hochleistungslüftern. Zeitgleich begannen die Nachlöscharbeiten und die weitere Kontrolle der Keller der drei betroffenen Mehrfamilienhäuser. Diese Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die späten Abendstunden hin. Insbesondere eines der drei Häuser und der dazugehörige Keller sind durch den Brandrauch, abgelagerten Ruß und die Hitzeeinwirkung massiv belastet und mussten erst durch einen Statiker begutachtet werden.

Nach Begutachtung der Mehrfamilienhäuser ist eines der drei Häuser aktuell nicht mehr bewohnbar. Die beiden anderen Häuser sind, nach aktuellem Stand, weiter bewohnbar. Die Bewohner des betroffenen Hauses konnten nicht mehr in ihre Wohnungen zurückkehren und mussten die Nacht anderweitig verbringen bzw. wurden durch das zuständige Ordnungsamt anderweitig untergebracht. Die Bewohner der anderen beiden Häuser konnten nach dem Ende des Feuerwehreinsatzes wieder zurück in ihre Wohnungen. Der abgebrannte Pkw wurde noch während des laufenden Einsatzes aus der Tiefgarage geborgen und auf weitere Brandnester kontrolliert.

Der Einsatz der Feuerwehr dauerte bis 22 Uhr an. Im Einsatz befanden sich die Löschzüge der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache, die ehrenamtlichen Löschzüge Altstadt, Süd, Hochlar und Speckhorn sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzt. Die ehrenamtlichen Löschzüge Suderwich und Ost sicherten den Grundschutz von der Feuer- und Rettungswache aus. Ein RTW der Feuerwehr Marl unterstützte den Recklinghäuser Rettungsdienst.

Zum Sachschaden und der Brandursache kann sich die Feuerwehr nicht äußern und verweist auf die polizeilichen Auskünfte, welche ihrerseits über die Aufnahme einer Brandursachenermittlung entscheidet.

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